Neubau sichert Wohn- und Lebensqualität

Spatenstich: Johannes-Diakonie errichtet in Mosbach Wohn-Pflegeheim für Menschen mit Behinderung

Projektpartner und Vertreter von Politik, Verwaltung und Bewohnerschaft ließen beim Spatenstich zum neuen Wohn-Pflegeheim die Erde fliegen. (Foto: pm)

Mosbach. (pm) Vielen Menschen mit Behinderung ist der so genannte Komplexstandort der Johannes-Diakonie in Mosbach zur Heimat geworden. Für 48 Bewohner und Bewohnerinnen baut die Johannes-Diakonie nun auf ihrem Gelände ein Wohn-Pflegeheim, das ihnen auch in Zukunft eine hohe Lebensqualität sichern soll, wie die Verantwortlichen jetzt beim symbolischen ersten Spatenstich betonten. Weiterhin werden in dem Neubau 18 Plätze für tagesstrukturierende Angebote untergebracht. Das Wohn-Pflegeheim soll Anfang 2019 bezogen werden. Die Baukosten betragen rund 7,5 Millionen Euro.

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Da der Neubau am Komplexstandort für ein Landesförderung nicht in Frage kommt, errichtet ihn die Johannes-Diakonie in Eigenregie ‒ mit tatkräftiger Unterstützung durch Stadt und Landkreis, wie der Pädagogische Vorstand Jörg Huber beim Spatenstich in einem Dankeswort betonte. Und der Leiter des Geschäftsbereichs Wohnen in der Johannes-Diakonie, Manfred Amend, erklärte: „Das Wohn-Pflegeheim ist ein wichtiger Baustein, um die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung zu verbessern.“

Neben Vertretern von Politik und Verwaltung und den Projektverantwortlichen waren auch viele Bewohner und Mitarbeiter zum Spatenstich erschienen, den Olga und Nikita Eremenko vom Musikstudio Hochhausen musikalisch mit Klavier und Bratsche begleiteten.

In einer Andacht erbat Pfarrerin Birgit Lallathin zu Beginn Gottes Segen für das „neue Miteinander in neuen Räumen“. Die Grußwort-Redner waren sich im Anschluss einig: Das neue Wohn-Pflegeheim ist ein gutes Beispiel, wie auf lokaler Ebene unabhängig von anderen politischen Instanzen zum Wohl von Menschen gehandelt werden kann. „Hinter dem Wohn-Pflegeheim verbirgt sich eine mutige Entscheidung, die im Interesse von Menschen mit Behinderung unumgänglich erscheint“, formulierte etwa der Landtagsabgeordnete Georg Nelius.

Für Landrat Dr. Achim Brötel ist der Neubau eine konsequente Umsetzung des Rechts, den eigenen Wohnort frei zu bestimmen. Dieses Recht gelte auch für diejenigen, die bei der Johannes-Diakonie in Mosbach bis ins Alter leben möchten: „Das neue Wohn-Pflegeheim trägt damit auch dem demografischen Wandel Rechnung.“

Auch Oberbürgermeister Michael Jann lobte die in die Zukunft gerichtete Entscheidung. Sie sei die „Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Behinderung hier ihren Lebensabend verbringen können.“ Er hob die schnelle planerische Umsetzung seitens der Stadt hervor und nahm sie als Zeichen dafür, bei der Entwicklung des Standorts weiter voranzukommen.

Das Wohn-Pflegeheim wird Wohnort vor allem für schwer-mehrfachbehinderte Menschen. Es ersetzt das bisherige Wohnzentrum, das der neuen Landesheimbauverordnung nicht mehr entspricht, und entsteht an zentraler Stelle auf dem Gelände der Johannes-Diakonie, nur einen Steinwurf entfernt von der Johanneskirche und dem Kultur- und Begegnungszentrum fideljo.

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Beim Spatenstich beschrieb der Architekt Professor Gerhard Bosch den Gästen das Bauprojekt näher. Ein prägnantes Gebäude am Eingang des Standorts soll es werden, das sich dennoch harmonisch ins Gelände einfügt und mit lichten Räumen sowie umliegenden Bewegungsflächen eine hohe Wohn- und Lebensqualität ermöglicht.

Die Vertreterin des Bewohnerbeirats, Monika Mohr, brachte abschließend ihre Freude zum Ausdruck, dass für die Menschen im neuen Wohn-Pflegeheim fideljo und Kirche besser erreichbar sein werden. Sie wünschte allen Projektbeteiligten „viel Kraft und Geduld, damit sich die Bewohner in ihrem neuen Zuhause wohlfühlen.“

Der Bau des Gebäudes beginnt nun zunächst mit umfangreichen Erdarbeiten. So war es ein passender Auftakt, dass sehr viele der Gäste nach dem offiziellen Teil der Feier beim Spatenstich mit Hand anlegten und gemeinsam die erste Erde für das Projekt bewegten.

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