Bundestagswahl im Wahlkreis Odenwald-Tauber

212.000 Bürgerinnen und Bürger sind zur Wahl aufgerufen – Sieben Direktkandidaten und 21 Landeslisten – Landratsamt Main-Tauber-Kreis organisiert die Wahl

Odenwald-Tauber. (pm) Rund 212.000 Bürger des Wahlkreises 276 Odenwald-Tauber sind am kommenden Sonntag, 24. September aufgerufen, ihre Stimmen für die Wahl des 19. Deutschen Bundestages abzugeben. Bei der Bundestagswahl haben alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger damit die Gelegenheit, sich aktiv am politischen Willensbildungsprozess zu beteiligen und darüber zu entscheiden, welche Parteien im neuen Bundestag vertreten sind, wie viele Parlamentssitze sie erhalten und welche Abgeordneten in den Bundestag einziehen. Bei der letzten Bundestagswahl 2013 lag die Wahlbeteiligung mit 72,9 Prozent im Wahlkreis unter dem Landesdurchschnitt von 74,3 Prozent.

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Deshalb appelliert Landrat Dr. Achim Brötel an alle Wahlberechtigten, zur Wahl zu gehen: „Die Möglichkeit, frei und unabhängig wählen zu können, ist ein hohes Gut, um das in vielen Ländern erbittert gestritten und gekämpft werden muss. Hier bei uns haben Sie die freie Wahl, wägen Sie also Ihre Entscheidung gut ab und nutzen Sie dann dieses demokratische Grundrecht.“

Der Wahlkreis Odenwald-Tauber setzt sich aus dem Main-Tauber-Kreis und dem Neckar-Odenwald-Kreis zusammen. Flächenmäßig gehört der Wahlkreis zu einem der größten in Baden-Württemberg. Die Organisation und Durchführung der Wahl liegt dieses Mal beim Main-Tauber-Kreis. Kreiswahlleiter ist entsprechend Landrat Reinhard Frank. Dort laufen derzeit die Wahlvorbereitungen auf Hochtouren.

Unter den Wahlberechtigten sind im ganzen Wahlkreis voraussichtlich rund 11.000 Erstwähler, die seit der letzten Bundestagswahl volljährig wurden und somit erstmals an einer Wahl zum Deutschen Bundestag teilnehmen können. Im Neckar-Odenwald-Kreis sind insgesamt rund 110.000 Bürger berechtigt, zur Wahlurne zu schreiten, rund 6.000 von ihnen dürfen erstmals ihre Kreuzchen machen.

Für den Wahlkreis Odenwald-Tauber wurden sieben Kreiswahlvorschläge zugelassen, aus denen der Wähler mit seiner Erststimme einen Wahlkreisabgeordneten wählen kann. Als Kandidaten im Wahlkreis wurden von den Parteien nominiert: Alois Gerig (CDU), Dr. Dorothee Schlegel (SPD), Charlotte Schneidewind-Hartnagel (GRÜNE), Carina Schmidt (FDP), Dr. Christina Baum (AfD), Rolf Grüning (DIE LINKE) und Herbert Alexander Gebhardt (ÖDP). Bei der Zweitstimme kann der Wähler sich zwischen 21 Landeslisten entscheiden.

Jeder Wähler hat zwei Stimmen und damit auch zwei Entscheidungen zu treffen. Mit der ersten Stimme wählt er einen der Kandidaten, welcher von den Parteien in seinem Wahlkreis aufgestellt worden ist und legt damit fest, wer ihn ganz persönlich in Berlin vertreten soll. Die zweite Stimme gibt er der Landesliste einer Partei und entscheidet damit, welche Partei regieren soll.

Dem neuen Bundestag werden mindestens 598 Abgeordnete angehören. Jeder der 299 Wahlkreise, davon 38 in Baden-Württemberg, entsendet mit den Erststimmen einen Abgeordneten. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen bekommen hat. Der Wahlkreis wird von diesem Bewerber im Bundestag vertreten.

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Die weiteren 299 Sitze werden aufgrund des Verhältnisses der für die einzelnen Parteien abgegebenen Zweitstimmen vergeben. Das Verhältnis der Zweitstimmen entscheidet darüber, wie stark die einzelnen Parteien im Bundestag vertreten sind.

Das Ergebnis des gesamten Wahlkreises wird am Abend des 24. September beim Landratsamt in Tauberbischofsheim ermittelt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich auch über einen Link auf der Homepage des Neckar-Odenwald-Kreises (www.neckar-odenwald-kreis.de) über den Ausgang der Wahl informieren.

Alternativ kann das Wahlergebnis auch über ein Smartphone mit der kostenlosen App „Wahl Ergebnis Report“ vom Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Region Stuttgart (KDRS) aus dem App-Store von Android oder IOS von Apple angeschaut werden. Mit der App lassen sich schnell und einfach alle veröffentlichten Wahlergebnisse übersichtlich aufbereitet anzeigen. Nach Start der App und Eingabe einer Postleitzahl werden verfügbare Wahlen aufgelistet. Dabei kann zwischen Gemeinde- und Landkreisergebnissen gewählt werden. Für die Ergebnisse des Wahlkreises Odenwald-Tauber muss als Ort „Tauberbischofsheim“ hinzugefügt werden.

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1 Kommentar

  1. Vor der AfD-Kandidatin Baum muss gewarnt werden. Nach ihrer Ansicht bewirke die Flüchtlingspolitik einen „schleichenden Genozid“ an der deutschen Bevölkerung. Zudem sei die Wahl von Muhterem Aras zur Landtagspräsidentin ein „Angriff auf die AfD“, sowie als ein ganz klares Zeichen, dass die „Islamisierung Deutschlands“ in vollem Gang sei.

    Sie gehört wie Björn Höcke dem völkischen, rechtsradikalen Flügel der AfD an. So verwundert es auch nicht, dass sie mit ihm am 14.09. in Wertheim auftrat.

    Wer AfD wählt, wäre dafür verantwortlich, dass nach 70 Jahren wieder solche Leute ins deutsche Parlament kämen.

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