NABU Waldbrunn: Reise in den Garten Eden

Symbolbild

Naturschützer zeigen den preisgekrönten Dokumentarfilm „Karussell des Lebens – die Streuobstwiese“

Waldbrunn. Im Rahmen der Mostwochen zeigt der NABU Waldbrunn am Freitag, den 13. Oktober, ab 19:30 Uhr, im Gasthaus Odenwald, in Strümpfelbrunn, den preisgekrönten Dokumentarfilm „Karussell des Lebens – die Streuobstwiese“.

Der Film von Klaus Scheurich (Regie) und Christine Peters (Redaktion) präsentiert die Vielfalt des Lebens auf Streuobstwiesen, wie sie im Odenwald von Menschen geschaffen wurden. Mehrere tausend Tier- und Pflanzenarten finden auf solchen Wiesen ihre Nische. Ob nun nistende Singvögel, Gräser, Blumen und Kräuter, die mit ihren Blüten unzählige Insekten anlocken, die wiederrum Nahrung für Kleinsäuger, Echsen und Amphibien sind. Unter der Erde leben Mäuse und Maulwürfe, die auf dem Speisezettel von heimischen Greifvögeln, aber auch Füchsen stehen.

Neben der Bedeutung der Streuobstwiesen als Lebensraum stellt der Film auch die Notwendigkeit, menschlicher Eingriffe bei der Anlage und der Pflege der Wiesen dar. Nach der Anpflanzung sind Baumschnitt, Mäharbeiten sowie die Obsternte notwendig, um die Kulturlandschaft in ihrem Artenreichtum zu erhalten. Aufgrund der Arbeit und der wachsenden Größe bäuerlicher Betriebe gehören die Streuobstwiesen zu den bedrohten Biotopen

Auf dem „Karussell des Lebens“ erleben die Zuschauer den Wechsel der Jahreszeiten ebenso wie typische Wiesenbewohner. So begegnet man neben dem Kleiber auch Feldmäusen, Eichhörnchen und Rehen. Mit dem Film will der NABU Waldbrunn ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Streuobstwiesen mehr sind, als ein landwirtschaftliches Auslaufmodell. Als europäisches Kulturgut sind sie nicht nur wertvoller Lebensraum im Odenwald, sondern ein letztes Stück des Garten Edens.

Filmabend: „Karussell des Lebens – die Streuobstwiese“
 Freitag, den 13. Oktober, ab 19:30 Uhr, im Gasthaus Odenwald, in Strümpfelbrunn, Eintritt frei.

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