Rosenberg reduziert Schulden

Symbolbild

Rosenberg/Hirschlanden. (lm) „Dank der guten Wirtschaftslage und damit der fließenden Steuereinnahmen hatte sich das Haushaltsjahr 2016 erfreulich gut entwickelt“, so das Resümee von Bürgermeister Gerhard Baar im Rahmen der vergangenen öffentlichen Sitzung des Gemeinderates im Dorfgemeinschaftshaus in Hirschlanden. Die Planzahlen im Haushaltsjahr 2016 wurden weitestgehend eingehalten und dank einer sparsamen und zukunftsorientierten Haushaltsführung mussten weder vorgesehene Kredite in Höhe von 200.000 Euro aufgenommen noch auf eine Rücklagenentnahme in Höhe von 445 TEUR noch auf die umgekehrte Zuführung von 137.000 Euro zurückgegriffen werden.

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Die Gemeindeverschuldung von 2.482.590 Euro konnte so bei einem Verwaltungshaushalt von 5.293.499 Euro und einem Vermögenshaushalt in Höhe von 568.062 Euro (354.049 Euro als Zuführung) deutlich gesenkt werden, bilanzierte auch Gemeindekämmerin Simone Trumpp. Als erfreulich bezeichnet wurde auch der Spendeneingang von 14.500 Euro bezeichnet, wodurch Spielgeräte für die Kinderspielplätze und Kindergärten sowie eine Orgel für die Leichenhalle in Rosenberg beschafft werden konnten.

Bürgermeister Baar: „Da die Gemeinde Rosenberg dem allgemeinen Investitionsstau mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt entgegenwirkt, werden sich die Ausgaben in den kommenden Jahren erhöhen und auch im Bereich Abwasser muss einiges investiert werden“. Weiterhin werde man kooperativ hinter der Freiwilligen Feuerwehr stehen und steht die Beschaffung eines neuen TSF-W Fahrzeuges für die Abteilungswehr in Hirschlanden an.

In die Zukunft hatte man auch bei den Kindergärten investiert und so lag die Bezuschussung aus Gemeindemitteln 2016 bei 370.960 Euro, was einem Anteil pro Kindergartenkind von 2.443 Euro entspreche. Als weitere Zahlen nannte die Kämmerin 120.000 Euro an Personalausgaben, die um 26.000 Euro niedriger ausgefallenen Ausgaben im Abwasserbereich, die Eigenleistungen des Bauhofes im Unterhaltungs- und Straßenbau von 162.220 Euro, den positiven Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer und die Gewerbesteuereinnahmen von 398.540 Euro. Verfehlt wurde dagegen der Ansatz von 89.000 Euro um rd. 20.000 Euro aus den Steuereinnahmen bei der RIO-Beteiligung.

Die allgemeinen Investitionsausgaben schmälerten sich auch durch die Leistungen aus dem Finanzausgleich, dem Anstieg der Schlüsselzuweisungen von 160.000 Euro und FAG-Umlage in Höhe von 102.000 Euro. Weitere Förderungen wurden ergänzt mit 242.635 Euro mittels Förderung des Landes und den interkommunalen Kostenausgleich für die Kindergärten der Gemeinde Rosenberg. Trotzdem habe man einen ungedeckten Aufwand von 370.960 Euro. „Eine hohe Summe für eine Kommune wie Rosenberg“, bemerkte Bürgermeister Baar. 1.000 Euro höher liege der Eigenanteil an der Grundschule bei gesamten 15.000 Euro, was in der gestiegenen Kinderzahl zu suchen sei.

Verlustminderungen bzw. Gewinne konnten verzeichnet werden beim Winterdienst (14.800 Euro), im Bereich Abwasser (27.590 Euro), Wasserversorgung (36.000 Euro – Gebührensenkung für 2017-), Forstwirtschaft (17.000 Euro) und 97.747 Euro als Mehreinnahmen im Bereich Mieten und Pachten mit Pachteinnahmen der Flächen für die Windräder. 154.000 Euro wurden an Krediten getilgt und die Rücklage durch 4.975 Euro aufgestockt, bei Gesamtrücklagen von 930.363 Euro. Im Haushaltsplan fanden sich neben diversen Neuanschaffungen wie z.B. 10 Laptops für die Grundschule (6.000 Euro), 13.100 Euro für sportliche und kulturelle Zwecke, 80.000 Euro für Beschaffung eines Kleinschleppers für den Bauhof als erfreulich auch der Verkauf von drei Bauplätzen. Die Gewerbesteuereinnahmen lagen 2016 bei knapp unter 400.000 Euro und bei der Grundsteuer 298.941 Euro. Prognostisierend auf die langfristige Entwicklung bei der Gewerbesteuer betonte die Kämmerin, dass der Gemeinde wegen diverser „Ausgleichsmechanismen“ von einem Euro lediglich 20 Cent verbleiben würden.

Bei einem Volumen von 69.439 Euro musste man leider weniger Einnahmen bei den Steuern im Gewerbegebiet RIO verzeichnen. Außerplanmäßig musste man Ausgaben für die Unterhaltung der Gemeindestraßen, dem Einbau von neuen Türen an der Leichenhalle Rosenberg und bei Reparaturen von Gemeindefahrzeugen verbuchen. Die Kreisumlage lag bei 763.091 Euro und die Pro-Kopf-Verschuldung sank um 86 Euro auf 1.173 Euro. Als Investitionsschwerpunkte nannte Simone Trumpp Baar die Abschlussarbeiten am Kanal und der Wasserversorgung in Sindolsheim sowie den Bau des Mehrgenerationentreffs in Hirschlanden.

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