Streitpunkte im Rosenberger Gemeinderat

Symbolbild

Uneinigkeit bei Feuerwehr und Einkaufszentrum

Rosenberg/Hirschlanden. (lm) Als Höhepunkte in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Rosenberger Gemeinderates kristallisierten sich der Anbau des Feuerwehrgerätehauses Hirschlanden und der mögliche Erwerb eines Rosenberger Einkaufsmarktes durch die Gemeinde heraus.

Doch zunächst stellten Kämmerin Simone Trumpp und Bürgermeister Gerhard Baar die Gemeindebeteiligungen an Unternehmen und Institutionen zur Information des Gemeinderates und der Öffentlichkeit vor.

Werbung
Demnach ist die Gemeinde Rosenberg an folgenden Unternehmen beteiligt: Wasserversorgung Bauland Osterburken (2.200 Euro), Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Karlsruhe (1.736 Euro), Regionales Rechenzentrum Heidelberg (4.298 Euro), Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung Stuttgart (48.100 Euro), Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband (400) und Volkshochschule Buchen (1.874 Euro).

Nach Besichtigung des Feuerwehrgerätehauses Hirschlanden vor der Sitzung, deren Mitglieder als überaus aktiv und engagiert gelten, informierte Bürgermeister Baar, dass man die ursprünglich angesetzten Kosten in Höhe von rd.100.000 Euro für den notwendigen Wagenunterstellplatz (MTW) sowie nach Geschlecht getrennten Toilettenumbau und einen Jugendraum um etwa 28.000 Euro reduziert werden konnten. Man konnte auch noch nicht klären, ob und wenn ja in welcher Höhe Zuschüsse von der Kreis- bzw. Landesfeuerwehr erwartet werden könnten.

Bekannt ist nur, dass man für einen neuen Fahrzeugstellplatz evtl. rd. 45.000 Euro Zuschuss erwarten könnte, vorausgesetzt dass alle erforderlichen Arbeiten im Feuerwehrgerätehaus mit getätigt werden. Tatsache sei nach Aussage des Bürgermeisters, dass sich die Abteilungswehren nicht als zentrale Wehr identifizieren können, und eine zentrale Gerätehauslösung könnte, wenn überhaupt, nur im Schulterschluss aller Abteilungswehren stattfinden.

Und obwohl sich die Räte aus Hirschlanden und auch der Abteilungskommandant erbittert für eine sofortige Entscheidung einsetzten war Tenor der Ratsmitglieder, dass man gerne wüsste, welche Summen – sowohl bezüglich Bauauflagen als auch Kosten ebenso wie Zuschüsse – zu entscheiden wären. Mehrheitlich bat das Gremium darum, diese Entscheidung auf die nächste Sitzung zu vertagen, um keine möglicherweise auf Dauer schlechte Schnellschusslösung auf Biegen und Brechen durchzusetzen – was nichts mit mangelnder Wertschätzung für die Arbeit der Feuerwehr bedeute. Die Planungsarbeiten wurden an das Architekturbüro Kistner aus Adelsheim vergeben.

Der nächste Streitpunkt galt dem Einkaufszentrum Rosenberg, das vom Gemeinderat besichtigt wurde, weil die Gemeinde durch die Verkaufsbestrebungen des Eigentümers ultimativ gefordert war, eine Entscheidung über den Kauf des Objekts herbeizuführen. Demnach ist die Bausubstanz mit Ausnahme der Heizungsanlage noch immer sehr gut. Da sich definitiv kein Discounter in der Gemeinde ansiedeln wird, entschied das Gremium mehrheitlich, dass Erwerb und Vermietung des Marktes preisgünstiger zu erreichen sei als das Schaffen eines kleineren Markts einschließlich Parkplätze, zumal innerorts ausreichend große Grundstücke fehlen. Wie Gerhard Baar betonte, spricht für den Erwerb, dass die Einkaufsmöglichkeit vor Ort Grundbaustein für die Attraktivität eines Dorfes ist. Doch zu einer erschwinglichen Miete sollte die Wirtschaftlichkeit des 230 qm großen Marktes darstellbar sein.

Allerdings verlangt man ein Energiezeugnis, die Überprüfung der vorhandenen Kühlanlagen sowie die Zurverfügungstellung der Regalanlagen. Eine genaue Zeitschiene kann noch nicht genannt werden, doch es sieht vielversprechend aus, dass der Markt bis Ende nächsten Jahres zusammen mit der rückkehrenden Postfiliale mit Entgeltzuwachs wiedereröffnet werden kann. Überwiegend appellierten die Ratsmitglieder an die Bürger, das Angebot gut zu nutzen, damit sich der Laden auch halten kann.

Zugestimmt wurde auch dem Antrag des Bestattungshauses Volk aus Osterburken und Vorschlag der Verwaltung, die Entgelte, ohne automatische Gebührenanpassung, für Arbeiten an Grabstätten mit Wirkung zum 01. Januar nächsten Jahres zu erhöhen. Abschließend wurde die Erstellung eines neuen Ortsplans vorgestellt und das Layout für 3.000 Euro bestellt.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*