Preise für Schüler aus der Region

(Foto: Körber-Stiftung)

Bundespräsident Steinmeier zeichnet Erstpreisträger persönlich aus

(pm) Der Schüler Federico Cassarà gewinnt einen ersten Preis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zum Rahmenthema »Gott und die Welt Religion macht Geschichte«. Die fünf mit je 2.000 Euro dotierten Erstpreise überreichte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier heute in Schloss Bellevue. Insgesamt vergibt die Körber-Stiftung 50 Preise an die bundesbesten Arbeiten: fünf erste Preise (je 2.000 Euro), 15 zweite Preise (je 1.000 Euro) und 30 dritte Preise (je 500 Euro). Zwei dritte Preise gehen zusätzlich an Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg.

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Plädoyer für Toleranz

Beim 25. Geschichtswettbewerb beteiligten sich bundesweit mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche. Viele der 1.639 eingereichten Beiträge beschäftigen sich mit Ausgrenzung und Verfolgung aufgrund von Religionszugehörigkeit, dem Verhältnis zwischen Staat und Kirche oder religiösen Traditionen und Bräuchen. Ausgehend von der historischen Analyse stellten die Teilnehmer auch Bezüge zur Gegenwart her: »Die Jugendlichen plädieren dafür, Respekt und Toleranz gegenüber den verschiedenen Glaubensgemeinschaften und Religionen zu üben als Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben«, so Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung.

Federico Cassarà gewinnt ersten Preis


In seiner Forschungsarbeit beschäftigt sich Federico Cassarà, 12. Klasse, Alfred-Amann-Gymnasium in Bönnigheim, mit dem gesellschaftlichen und religiösen Wandel im Italien der Nachkriegszeit. In den Mittelpunkt rückt er den Konflikt zwischen katholischer Kirche und kommunistischer Bewegung, der in der Ära des Kalten Krieges die italienische Politik auf nationaler Ebene prägte und bis in den kalabrischen Heimatort seiner Familie wirkte. Der Preisträger wurde von seiner Tutorin Regine Winkle unterstützt.

Adriana van der Donk gewinnt 2. Preis

Adriana van der Donk, 12. Klasse am Nicolaus-Kistner-Gymnasium in Mosbach, gewann mit ihrer Arbeit »Schaffe, schaffe Moschee baue. Der Islam wird in Mosbach heimisch« einen 2. Preis. Tutorin war Christine Eggers.

Adriana van der Donk analysierten Ihrer Arbeit, wie es zum Bau der Mosbacher Moschee Minar Sinan Camii vor 25 Jahren kam. Sie beleuchtet dabei die Entstehung der muslimischen Gemeinde von ihrer Ankunft über die Fertigstellung des Gebetshauses bis hin zu dessen heutiger Rolle im gesellschaftlichen Zusammenleben.

Über den Geschichtswettbewerb

Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus, der auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Stifters Kurt A. Körber zurückgeht. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 141.000 Teilnehmern und rund 31.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen.

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