Mosbacher Ratsherren halten Tradition hoch

(Foto: privat)

Ökumenischer Gottesdienst am 12. Januar

Mosbach. (we) Pfalzgraf Otto I. war es, der nach der Teilung der Kurpfalz im Jahre 1410 Mosbach zu seiner Residenz erkor und hier mit seiner Familie lebte. Auf das Jahr 1447 geht die Ratsherrenweckstiftung des Pfalzgrafen Otto I. zurück. Damals stiftete der Pfalzgraf für sich und sein Haus eine feierliche Seelenmesse und verband damit die Gabe der Schultheißen- und Ratsherrenwecken, die damit zum Messgang angeregt werden sollten. Wer nicht zur Feier erschien, wurde nicht nur des Wecks „verlustig“, er musste für sein Fehlen sogar Strafe zahlen. Der Brauch wurde 1953 von Gemeinderat und Bürgermeister wieder zum Leben erweckt und wird bis zum heutigen Tag gepflegt.

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Die „Ratsherrenweckfeier“, zu der Oberbürgermeister Michael Jann den Gemeinderat und weitere Gäste eingeladen hat, wird alljährlich von einem ökumenischen Gottesdienst eingeleitet, in dem den im Jahr 2017 verstorbenen Einwohnern der Großen Kreisstadt Mosbach gedacht wird. Der Gottesdienst findet am Freitag, den 12. Januar um 17 Uhr in der Kirche St. Juliana statt und wird von Pfarrer Stefan Schaaf und Pfarrerin Stefanie vom Hoff gestaltet. Den Festvortrag in der anschließend im Bürgersaal des Rathauses stattfindenden Ratsherrenweckfeier hält Dr. theol. Albrecht Ernst. Der Titel des Vortrages lautet „Vom „Kirchengezänck“ zur „Toleranz“ – Mosbach und die Auswirkungen der Reformation“.

Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, an der Messe zum Gedenken an die verstorbenen Mitbürger Mosbachs teilzunehmen.

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