Mudau stellt Weichen für neues Seniorenheim

Auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks Lenz will ein privater Investor ein neues Seniorenheim errichten. (Foto: Liane Merkle)

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Gemeinderat gibt Startschuss für neue Baugebiete

Mudau. (lm)  Es ist noch nichts endgültig entschieden, aber die Weichen für ein neues Seniorenzentrum in Mudau durch einen privaten Bauträger sind gestellt.

In seiner ersten öffentlichen Sitzung im neuen Jahr beschloss der Gemeinderat unter der Leitung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger die Aufstellung eines Bebauungsplanes, der hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. „Mit dem Aufstellungsbeschluss bekunden wir zunächst nur, dass die Gemeinde städtebaulich tätig werden will und insoweit hat dieser Beschluss auch für die Öffentlichkeit eine Anstoßfunktion in der Hinsicht, dass die Gemeinde ihr Planungsrecht anzuwenden gedenkt“, betonte der Bürgermeister. Gleichzeitig verwies er auch auf die Gemeinderatsitzung im Dezember, in der die Schwetlick Bauträgergesellschaft aus Offenburg, die im Mudauer Ortszentrum am Rathausplatz im ehemaligen Holzsägewerk Link dieses Seniorenzentrum errichten will.

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Wie in der Sitzung im Rahmen der Vorhabensbeschreibung mitgeteilt wurde, sei bereits ein Grundstückskaufvertrag abgeschlossen worden, der gerade abgewickelt werde. Geplant sei bei der gesamten Maßnahme ein Seniorenzentrum mit max. 45 Einzelapartments, 15 betreute Wohnungen, eine Tagespflege, Wirtschaftstrakt mit Aufenthalts- und Umkleideräumen der Beschäftigten, eine Küche, eine Cafeteria und Verwaltungsräume. Die Einzelapartments sollen in Wohngruppen mit jeweiligem Gemeinschaftszentrum zusammengefasst werden. Beabsichtigt sei, so die Planungen der Offenburger Firma, dreigeschossig zu bauen, wobei das gesamte Gebäude durch ein zentrales dreigeschossiges Treppenhaus erschlossen wird. Des Weiteren soll auch ein „Demenzgarten“ entstehen.

Im Einvernehmen mit dem Investor wurde vorgeschlagen, das Ing.-Büro für Kommunalplanung aus Mosbach mit den städtebaulichen Leistungen und die artenschutzrechtlichen Prüfungen an das Büro für Umweltplanung Walter Simon aus Mosbach zu betrauen. Weitere Verfahren wie ein Schallgutachten soll gesondert im zeitlichen Rahmen erfolgen, wobei sich die Gesamtkosten der vorläufigen Planungen auf rd. 32.000 Euro beziffern und durch den Investor zu tragen sind, so der Abstimmungstenor.

Bebauungsplan Rumpfener Buckel wird geändert. Dort sollen nach Willen des Gemeinderats 38 neue Bauplätze entstehen. (Foto: Liane Merkle) 
In einem weiteren Tagesordnungspunkt gab das Gremium seine Zustimmung zum geänderten Bebauungsplan „Rumpfener Buckel“ und beauftragte die Verwaltung, die weiteren Planungsleistungen wie Artenschutzrechtliche Prüfung und Grünordnungsplan abzurufen und die Pläne soweit voranzutreiben, dass eine Offenlegung bis Frühsommer 2018 möglich ist.

Die Ergebnisse der Bürger- und Behördenanhörung hatten keine gravierenden Einschränkungen bez. einer Bebauung auf dem „Rumpfener Buckel“ ergeben und der Flächenanspruch für Wohnbauland in Mudau wurde seitens der Raumordnungsbehörde und der Regionalplanung grundsätzlich akzeptiert.

Der aktuelle Bebauungsplan sieht nach Erläuterungen von Dipl-Ing. Jürgen Glaser vom Büro für Kommunalplanung insgesamt 38 Bauplätze und einen ersten Abschnitt einer späteren baulichen Entwicklung am östlichen Ortsrand vor und beinhaltet den Anschluss des Gebietes an die Landesstraße mittels eines Kreisels.

Ebenfalls neu gebaut werden wird auch auf dem Gelände der ehemaligen Straßenmeisterei im Kernort Mudau. Auch hier stimmten die Gemeinderäte einem Entwurf zur Änderung des Bebauungsplanes „Oberer Sotteich“ zu und beauftragten die Verwaltung mit weiteren Verfahrensschritten. Das gesamte Areal mit der ehem. Straßenmeisterei wurde inzwischen von der Gemeinde erworben und die aufstehenden Gebäude sind bereits abgebrochen. Wesentlicher Bestandteil der neuen Erschließung wird eine Stichstraße von der angrenzenden Landesstraße aus in das Gelände sein, womit nach den Vorstellungen der Gemeindeverwaltung die bisherige Abbiegespur auf der L 523 weiter genutzt werden kann. Die Stichstraße soll ausgebaut künftig als Erschließungsstraße für das Gewerbegebiet dienen. Mit einem finanziellen Aufwand von 414.000 Euro sollen auch in Langenelz auf einer Größe von 93 Hektar in östlicher Richtung an das Baugebiet „Struthäcker I“ elf neue Bauplätze erschlossen werden.

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Dipl.-Ing. Oswald Gehringer vom Büro Sack und Partner aus Adelsheim erläuterte die Maßnahme. Die Baugröße der einzelnen Grundstücke wird dabei zwischen 610 bis 970 Quadratmeter betragen. Das Gebiet wird ebenfalls mit einer Stichstraße ohne Gehwege und einem abschließenden Wendehammer erschlossen und mittels eines Fußweges zudem mit der angrenzenden Wanderbahn verbunden.

Hochwasserschutzmaßnahmen beschäftigen zunehmend alle Gemeinden, auch für Mudau ist das durchaus ein aktuelles Thema. Ohne Entscheidung blieb der Planentwurf durch das Ing.-Büro Sack und Partner aus Adelsheim bezüglich der Hochwasserschutzmaßnahme „Seeschlagbächlein“ im „Unterdorf“ von Langenelz zu. Für ca. 25.000 Euro sollen hier Maßnahmen geschaffen werden, die den vermehrt auftretenden Überflutungen durch schlechte hydraulische Gewässerführung mit Schäden in der Flur und an einem Anwesen entgegenwirken. Wie Oswald Gehringer erläuterte, will man den natürlichen Gewässerlauf ausnutzen und das überschüssige Wasser wegbringen. Es war geplant, ein Rohr DN 300 mm oberhalb der betroffenen Gebäude einbauen und in diesem Bereich auch einen Damm schütten.

Dabei müsste im unteren Bereich eines Grundstücks eine Flutmulde angelegt und das Einverständnis des betroffenen Grundstückseigentümers eingeholt werden. Grundsätzlich wäre das der Wille des Langenelzer Ortschaftsrates, doch will dieser das Wasser nicht zum natürlichen Gewässerführung leiten, sondern ganz von dem Anwesen weg.

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