Obrigheimer Gewichtheber gewinnen das Derby

Nico Müller mit 331kg für EM qualifiziert – Acoran Hernandez startet nervös 

Einen Samstagabend zum Genießen verbrachten zahlreiche Gewichtheberfans am vergangenen Wochenende in der Neckarhalle Obrigheim. Zunächst war man begeistert vom Vorprogramm, zeigten doch die Asbacher Showtanzgruppe und die eigenen Cheerleader großes tänzerisches und artistisches Können. Eine besondere Vorführung boten die Crossfitter aus dem Kraftwerk Schwarzach, die unter Anleitung von Oliver Caruso eine aufstrebende Sportart eindrucksvoll präsentierten.

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Ab 19.30 Uhr betraten dann die Hauptakteure des Abends die Gewichtheberbühne, allen voran die Gastgeber als die Favoriten des Wettkampfs. Bei den Fans wurden im Vorfeld eigentlich nur zwei Fragen diskutiert: „Wie stellt sich der spanische Neuzugang Acoran Hernandez in Obrigheim vor“ und „Kann Nico Müller die anvisierte EM-Norm schaffen“. Im Laufe des Wettkampfs wurden beide Fragen relativ schnell positiv beantwortet. Acoran Hernandez betrat sichtlich nervös die Heberbühne. Er setzte sich vielleicht selbst zu stark unter Druck und wirkte auch noch nicht bereit genug für hohe Lasten, was zu drei Fehlversuchen führte. Trotzdem waren seine 145 Relativpunkte ein gelungener Einstieg in die Obrigheimer Truppe und lässt noch genug Luft nach oben. Bei Nico Müller war schon im Reißen zu spüren, dass an diesem Abend „etwas geht“.  Seine 148 kg Reißleistung war eine gute Grundlage, um die EM-Norm zu erfülllen. Das gelang ihm bereits im zweiten Stoßversuch mit 178 kg. Also ließ er noch 183kg auflegen und konnte auch diese, wenn auch etwas wacklig, über dem Kopf fixieren. Mit 177 Relativpunkten wurde er Tagesbester und kann sich jetzt ganz gezielt auf die EM Anfang April vorbereiten.

Im Wettkampfverlauf war die Spannung sehr schnell geschwunden, führte doch Obrigheim nach dem Reißen mit 321,5 Relativpunkten zu 256 Relativpunkten bei nur einem Fehlversuch. Die Heinsheimer zeigten mit sechs Fehlversuchen, dass sie sich an ihrer Leistungsgrenze befanden. Im Stoßen (501:406,5) baute der SVO die Führung weiter aus, sodass am Ende mit 823:662.5 ein überzeugender Heimsieg auf der Anzeigetafel stand.

Die Leistung ist um so bemerkenswerter, da man sich in einem neuen Trainingszyklus befindet und die Höchstleistungen nun auf die Monate März/April gerichtet sind.

Die Leistungen der Obrigheimer Heber im Einzelnen:

  • Ruben Hofmann, 112kg/135kg/104 Relativpunkte
  • Marius Öchsle, 117kg/154kg/117 Relativpunkte
  • Jakob Neufeld, 131kg/163kg/138 Relativpunkte
  • Matthäus Hofmann, 160kg/188kg/142 Relativpunkte
  • Acoran Hernandez, 125kg/150kg/145 Relativpunkte
  • Nico Müller, 148kg/183kg/177 Relativpunkte

Es folgen nun drei Auswärtskämpfe in Pforzheim, Schifferstadt und Roding, bevor es am 07. April in eigener Halle zum entscheidenden Kampf gegen St. Ilgen um den Einzug ins Finale geht.

Noch eine Anmerkung zum Kampf in Schifferstadt. An diesem Wettkampftag dürfen alle Kaderathleten des BVDG wegen eines Lehrgangs und Trainingslagers nicht heben, d.h. Nico Müller und M. Hofmann haben Startverbot. Verglichen mit der Fußballbundesliga würde dies bedeuten, dass an einem Bundesligaspieltag alle deutschen Nationalspieler Spielverbot hätten.

Wer kann das verstehen? Da man aus finanziellen Gründen auch nicht immer auf die ausländischen Heber zugreifen kann und will, wird der SVO in Schifferstadt mit einer ganz jungen Truppe antreten. Diese ist aber für ein Ergebnis über 700 Punkte gut was zum Sieg reichen müsste.

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