Fabian Kreim – der schnelle Mann aus dem Odenwald

Symbolbild

Fabian Kreim – ein Name, mit dem rechnen muss. In nur wenigen Jahren hat sich der 25-jährige aus dem Odenwald zu einem der vielversprechendsten Talente in der Rallye-Szene entwickelt, was er in diesem Jahr auch bei der Europameisterschaft beweisen will.
Stetig und zielstrebig nach oben geht es für ihn und Co-Pilot Frank Christina bereits seit Kreims Einstieg im Jahr 2013 in die Rallye-Liga.

Dabei hatte der Hesse erst relativ spät überhaupt mit dem Fahren angefangen. Fast 14 Jahre alt war er bereits, als er 2006 seine Leidenschaft für den Kartsport entdeckte. Zum Vergleich: Michael Schumacher bekam von seinem Vater, einem Kartbahnbesitzer, bereits im zarten Alter von vier ein umgebautes Kettcar mit Fünf-PS-Motor geschenkt.
Doch ob früh oder spät, Kreim zeigte sich so talentiert hinter dem Lenkrad, dass er bereits in seinem ersten Jahr als Rallyefahrer Gesamtdritter beim ADAC Opel Rallye Cup wurde. Beim Junioren-Cup wurde er sogar Vizemeister, und bereits im darauffolgenden Jahr setzte ihn Opel national und international ein.

Lange konnte Opel das Nachwuchstalent alerdings nicht halten. Seit 2015 fährt Kreim gemeinsam mit Christian für Skoda. Gelohnt hat sich der Erwerb für den Autohersteller von Anfang an. Bereits in seinem Skoda-Debüt fuhr Kreim zum Saisonauftakt bei der Saarland-Pfalz-Rallye einen Sieg ein und legte noch weitere Siege hinterher. Gerade mal acht Punkte fehlten ihm zum Saisonschluss für den Titel.
Das machte er allerdings bereits im Folgejahr gut, als er mit dem Deutschen Meistertitel in die Sommerpause ging. Den Titel verteidigte er 2017 erfolgreich und machte damit Skoda zum Rekordmeister. Sieben Titel und 47 Gesamtsiege hat der zu Volkswagen gehörende Autobauer insgesamt schon verzeichnet. Kreim selbst hat gemeinsam mit Christian in 24 Rallyeläufen 16 Siege eingefahren.

Auch auf internationaler Ebene wird der junge Mann, der in diesem Jahr erstmals bei der Europameisterschaft in der Gruppe U28 antritt, längst im Auge behalten.
Bei der Asien-Pazifik-Rallyemeisterschaft 2016/2017 fuhr er in sechs Läufen gleich dreimal auf den zweiten Platz, nämlich in Japan, Neuseeland und Australien.

Beim ersten Rennen der EM, die aus drei Läufen auf Asphalt und drei auf Schotter besteht, hatte Kreim am vergangenen Wochenende auf den Azoren am Freitag mit einem Reifenschaden auf Schotterstrecke zu kämpfen, fuhr aber am Sonnabend eine Bestzeit ein. Insgesamt waren 35 Fahrzeuge am Start. Kreim landete mit seinem rund 280 PS starken Turbo Allrad Skoda Fabia R5 auf einem beachtlichen fünften Platz. Sein Talent ist auch in den Sportwettbüros wie 888sport unbestritten, wenn auch alte Hasen wie U28 Champion Marijan Griebel, der Russe und Azoren-Sieger Alexey Lukyanuk, der portugiesische Meister Carlos Vieira und Bruno Magalhaes noch als Favoriten gelten.
Kreim jedenfalls hat sein Augenmerk fest auf den Titel geheftet, der für ihn ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Weltklasse ist.

In Kondition hält sich der überzeugte Odenwalder unter anderem mit Radfahren, und als sein Lieblingsessen gilt noch immer Schweinelende mit Kroketten, wie seine Mutter sie zubereitet. Überhaupt bleibt der Rallye-Star heimatverbunden. Die Ruhe im Odenwald, das eigene Bett statt der dauernden Hotels, Freunde aus der Kindheit und Jugend, das alles hilft ihm beim Auftanken und Erholen vom Trainings- und Wettkampfstress. Bislang hat das noch immer geklappt, und Kreim hat weder Team noch Fan oder seine Sponsoren wie die österreichische Baumschlager Rallye und Racing GmbH enttäuscht. Auch beim nächsten EM-Rennen vom 3. bis 5. Mai auf den Kanarischen Inseln will er dann wieder in bewährter Manier so richtig Gas geben.

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: