Von der Begleitung zur Teilhabe

Symbolbild

Zukunftswerkstatt CULTURA

Waldbrunn.  (jr) Café CULTURA -seit nunmehr zwei Jahren verbindet sich in Waldbrunn mit diesem Namen ein Begegnungscafé, das sich wöchentlich im evangelischen Gemeindehaus in Strümpfelbrunn trifft. Vor allem die Begleitung und Unterstützung Asyl suchender Menschen sowie die Begegnung von Einheimischen und Geflüchteten stand und steht im Zentrum dieser Arbeit.

Zwei Jahre CULTURA – für die Verantwortlichen dieses regelmäßigen Treffs war dies Anlass, das bisherige Angebot zu reflektieren und sich gemeinsam Gedanken über die Zukunft zu machen. Denn vieles hat sich verändert und ein gutes Stück Integration ist gelungen. So wird die Gemeinschaftsunterkunft im Ortsteil Schollbrunn im April geschlossen und die anerkannten Flüchtlinge sind oftmals in Ausbildungsverhältnissen, gehen eigenen Interessen nach und haben ein immer breiteres Netzwerk, auf das sie zurück greifen können.

 

Um das Angebot CULTURA sicher und gut auf den Prüfstand zu stellen, fand man sich dieser Tage zu einer Zukunftswerkstatt zusammen. Moderiert und geleitet wurde der kreative Neuerungsprozess von Nancy Gelb, der Kirchenbezirksbeauftragten für Flucht und Migration (Diakonisches Werk) und Jonathan Richter, Gemeindepfarrer in Strümpfelbrunn.

Orientiert an der Workshop-Methode „World Café“ waren die Teilnehmenden aufgerufen an verschiedenenTischgruppen über Möglichkeiten und Grenzen der CULTURA-Arbeit ins Gespräch zu kommen. Bewaffnet mit Stift und mit Stimme wurden Ideen gesponnen und verworfen, diskutiert und argumentiert, doch am Ende gab es ein Ergebnis: Ab April 2018 wird das Begegnungs-Café immer am ersten und dritten Donnerstag im Monat seine Tore öffnen, auch die Uhrzeit wurde angepasst, so trifft man sich fortan von 18.00 bis 20.00 Uhr, weiterhin im evangelischen Gemeindehaus Strümpfelbrunn.

Ein stärkerer Austausch über die unterschiedlichen Kulturen liegt den Beteiligten für die Zukunft am Herzen. Talkrunden über Syrien oder Deutschland, über Heimat und Fremde sollen in den zwei Stunden genauso auf dem Programm stehen wie das gemeinsame Kochen und Spielen. Ausflüge sollen das Angebot abrunden, getragen und verantwortet von allen, die teilhaben wollen.

Doch nicht alles soll anders werden. Sosoll CULTURA auch weiterhin für die Begegnung untereinander, den persönlichen Austausch, das Abbauen von Berührungsängsten und das (spielerische) Lernen von Sprache und Verständigung stehen.
Von der Begleitung zur Teilhabe – so lässt sich das neue Programm zusammenfassen, denn darin war man sich einig: Integration lebt vom Engagement aller und gelingt weiterhin nur, wenn alle sich einbringen.

© www.NOKZEIT.de


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