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veröffentlicht am: 14. März 2010
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Recherchefahrt zur deutschen Zeitgeschichte

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14.03.10

Die Zwölftklässler des HSG nutzten die Recherchefahrt nach Berlin, um sich vor allem auf ihre zeitgeschichtlichen Seminarkursarbeiten vorzubereiten. Unser Bild zeigt die Gruppe vor dem Berliner Reichstagsgebäude. Im Notaufnahmelager des Landes Berlin in Marienfelde, in dem bis 1961 rund 1,5 Millionen Flüchtlinge aus der DDR eine kurze Bleibe fanden, diskutierten die HSG-Schüler mit dem Zeitzeugen Wilfried Seiring, der Ende der 1950er-Jahre mit der S-Bahn nach West-Berlin flüchtete. (Foto: privat)

Eberbach. (pm) Authentisch Geschichte vor Ort erfahren – Das war das Ziel des Seminarkurses „20 Jahre Mauerfall” zur DDR-Geschichte und Wiedervereinigung sowie des Neigungskurses Geschichte der 12. Klasse des Hohenstaufen-Gymnasiums (HSG) Eberbach. Zusammen mit ihren Lehrern Oberstudienrat Bernhard Schell, Studienrat Dr. Christian Jung und Studienrätin Julia Naßutt machten sich 29 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 Anfang März 2010 von Donnerstag bis Sonntag zu einer Exkursion und Recherchefahrt nach Berlin auf. Ziel waren zentrale „Unrechtsstätten” der SED-Diktatur sowie Denkmäler der friedlichen Revolution 1989 und der Wiedervereinigung 1990 in der Bundeshauptstadt.

Unter anderem wurde neben dem „normalen” Touristenprogramm wie dem Brandenburger Tor, dem Reichstag und Bundeskanzleramt auch die ehemalige Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der Normannenstraße, die Gedenkstätte „Berliner Mauer” an der Bernauer Straße, das Notaufnahmelager in Marienfelde und das berüchtigte Untersuchungsgefängnis des MfS in Hohenschönhausen besucht. Die Führungen waren immer mit einem Zeitzeugengespräch verbunden. Durch die geschilderten Erlebnisse gelang es, die jungen Historiker zu fesseln und für die jüngste deutsche Geschichte zu sensibilisieren. Intensive Fragerunden schlossen sich an.

Als Ergänzungsprogramm stand am Samstagmorgen der Besuch der Berliner Museumsinsel auf der Tagesordnung, hier im Speziellen das „Neue Museum” mit seiner urgeschichtlichen und ägyptischen Sammlung, ein faszinierender, archetektonisch gelungener Bau, der die wechselvolle Geschichte Berlins symbilisierte. Nach vier Tagen in Berlin ging es mit reichem „Lernertrag” zurück in den Odenwald. Alle waren sich einig: Berlin ist mehr als nur eine Reise wert. Bis Juni 2010 entstehen nun als nächste Unterrichtsprojekte Seminararbeiten zur deutschen Zeitgeschichte und journalistische Portraits über Flüchtlinge und Übersiedler aus der früheren DDR und Menschen, die nach 1989 ihre neugewonnene Freiheit nutzten, um in die Metropolregion Rhein-Neckar umzuziehen.

hsg140310

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