Griechenland und die deutsche Reparationsschuld

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Datum/Zeit
10.04.2016
11:00 - 13:00

Veranstaltungsort
KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Vortrag von Karl Heinz Roth in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Griechenland ist eines der Länder, das unter der deutschen Besatzung während der NS-Zeit am meisten gelitten hat. Neben den vielen Toten, vor allem durch eine Hungersnot, hinterließen die Besatzer eine fast komplett zerstörte Infrastruktur, Wirtschaft und Währung. Die aus der Besatzung erwachsene Schuld schien lange vergessen oder verdrängt. Durch die griechischen Reparationsforderungen während der Eurokrise wurden sie wieder aktuell.

Der Historiker und Mediziner Karl Heinz Roth hat sich intensiv mit der Reparationsschuld der „kleinen“ Länder der Anti-Hitler-Koalition beschäftigt. Ihre Ansprüche auf Entschädigung wurden in den Nachkriegskonferenzen  weitgehend abgewehrt, da sie für die angestrebte Westintegration der Bundesrepublik Deutschland nicht wichtig waren.  Am Sonntag, dem 10. April hält Roth im Seminarraum der KZ-Gedenkstätte um 11 Uhr einen Vortrag.  Sein Titel:  „Die Reparationsschuld.  Hypotheken der NS-Raubpolitik in Griechenland und Europa vom Kriegsende bis zur Gegenwart“. Er wird Bedingungen und Entwicklungen der Reparationsfrage nachzeichnen; dabei dient  Griechenland als repräsentative Fallstudie. Die gegenwärtige Situation in Griechenland wird dabei mit einbezogen.

Die KZ-Gedenkstätte Neckarelz ist mit Karl Heinz Roth schon lange verbunden. Er gehörte zusammen mit dem Mosbacher Michael Schmid  zu den Autoren des „Daimler-Benz-Buchs“, das in den 80er Jahren die Verstrickung des Konzerns in die Rüstungsindustrie des Dritten Reiches aufdeckte.

 



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