Energietreff der JU Neckar-Odenwald

23.11.09

Neckar-Odenwald-Kreis. (jc) Ein Energietreff stand in der vergangenen Woche auf dem Programm der Jungen Union Neckar-Odenwald: Zunächst wurde die Biogasanlage in Rosenberg besichtigt, ehe der Geschäftsführer der Bioenergieregion Hohenlohe-Odenwald-Tauber Sebastian Damm über die Aktivitäten der neu gegründeten Gesellschaft der Landkreise Hohenlohe, Neckar-Odenwald und Main-Tauber informierte.

Silvia Börschel von der AWN (Abfallwirtschaft Neckar-Odenwald-Kreis) begrüßte die Mitglieder bei der Biogasanlage in Rosenberg, die seit Ende 2007 in Betrieb ist. Die Anlage dient der Erzeugung von Strom und Wärme und kann 5.500 Haushalte versorgen, jährlich werden 5,5 Mio. kW Strom erzeugt. 20 Landwirte beliefern die Anlage mit nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, Ganzpflanzensilage, Grassilage und weiteren Pflanzen. Daraus entsteht Biogas, das wiederum zum Antrieb eines Blockheizkraftwerks dient. Die Wertschöpfung der Anlage bleibt zur Gänze in der Region, denn die entstehenden Abfallprodukte werden wiederum von den Landwirten als Dünger auf den Feldern eingesetzt. So trägt die Anlage dazu bei, die Energieautarkie für die Privathaushalte im Neckar-Odenwald-Kreis herzustellen.

Bei der anschließenden Kreisausschusssitzung begrüßte Kreisvorsitzender Boris Krämer den Geschäftsführer der Bioenergieregion Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) Sebastian Damm, der das Konzept des Modellprojekts Bioenergieregion vorstellte. Die Bioenergieregion H-O-T wurde erst vor einigen Monaten gegründet und ist eine von 25 Modellregionen in Deutschland, die durch das Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert werden. Für das Projekt hatten sich 200 Regionen beworben, 25 davon wurden vom Ministerium ausgewählt. Das Projekt steht unter dem Motto „Drei Kreise – ein gemeinsames Energiemanagement“ und soll dazu beitragen, den Ausbau von erneuerbaren Energien voranzutreiben. Ziele sind die Entwicklung einer Kompetenzregion, Forschung und Entwicklung im Bereich nachwachsender Rohstoffe und erneuerbaren Energietechniken und die Steigerung der regionalen Wertschöpfung. Die Mitarbeiter der Bioenergieregion koordinieren die Aktivitäten der Landkreise in diesem Bereich, bilden regionale Netzwerke und sind beratend tätig.

In den kommenden Wochen macht die Bioenergieregion verstärkt auf sich aufmerksam. Interessierte finden unter der Webadresse www.bioenergie-region-hot.de weitere Informationen, so Sebastian Damm. Nach einer Diskussion, bei der der Nutzen dieses Modellprojekts von allen hervorgehoben wurde, wünschten die Kreisausschussmitglieder der Bioenergieregion H-O-T einen guten Start und hofften, dass sich viele Bürger, Organisationen, Firmen und Kommunen am Netzwerk beteiligen würden.

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