Perfekt geschlagen und mit dem richtigen Biss

24.11.09

„Frauen und Finanzen“ zog über 450 Frauen in die Alte Mälzerei

Tina Teubner und Ben Süverkrüp in Aktion. (Foto: brw)

Mosbach. (brw) Dass Frauen gerne reden, ist kein Geheimnis. Deshalb war das Stimmengewirr in der Alten Mälzerei enorm. Über 450 Frauen konnte die Sparkasse Neckartal-Odenwald mit ihrem Kontrastprogramm aus Kabarett und Finanzinformation nach Mosbach locken.

Sparkassendirektor Helmut Augustin sprach denn auch von der in diesem Saal versammelten „geballten Frauenpower“ des Odenwalds. „Frauen und Finanzen“, so nennt sich die nun schon zum dritten Mal stattfindende Veranstaltung der Sparkasse.

Sie läuft nach dem bewährten Muster „erst die Arbeit und dann das Vergnügen“ ab. Schließlich waren die Frauenthemen des Abends von ganz unterschiedlicher Art.  Julia Cser, Diplom-Kauffrau im Marketing der Landesbausparkasse Baden-Württemberg, sprach über „Wellness – ganz entspannt ins eigene Zuhause“. Dabei hatte sie weniger Wellnesswochenende, Wellnesshotels oder Wellnesstees im Blick, sondern ganz konkret die Altersvorsorge der Frauen. Dabei ist die selbst genutzte Immobilie immer noch eine der besten Vorsorgemöglichkeiten. Besonders seit sie vom Staat auch im Rahmen der „Riester“-Vorsorge gefördert wird. Danach glänzten dann Tina Teubner und ihr Partner Ben Süverkrüp, sie als Chansonette und Kabarettistin, er als Pianist, mit ihrem Programm „Aufstand im Doppelbett“. So spielten sich nach Informationen und Erläuterungen zur Altersvorsorge mittels PowerPoint, Teubner und Süverkrüp dann akustisch die Bälle zu. Hatte Julia Cser zu Beginn professionell ihren Vortrag mit Unterstützung von Laptop und Headset gestaltet, wechselten Teubner und Süverkrüp zu Geige, Säge, Rotwein und Milchaufschäumer. „Mein Mann ist nicht konfliktfähig“ und eine wundervolle Angela-Merkel-Parodie waren stürmisch gefeierte Höhepunkte einer einzigartigen Mischung aus Kabarett, Chansons und einer Prise blanken Unfugs. Mitgebracht hatte Teubner „ein breit ausladendes Programm“. Eben wie das Doppelbett im Motto, darunter ihre Lieblingsserie „autoritäre Liebeslieder“. Die muss sie nach eigenem Bekunden noch nicht einmal proben. In ihnen kombiniert sie bedeutende Musik mit schwungvollen Weisheiten oder schwungvolle Weisheiten mit bedeutender Musik. Nach der Pause ging es weiter mit „einer gehässigen Serie“ nur für Frauen. Im Übrigen sei sie noch nie vor so vielen Frauen aufgetreten. Gewappnet mit Rotwein, „Trollinger“, den sie unnachahmlich französisch ausspricht, nimmt sie das alltägliche Leben aufs Korn. Schonungslos giftet sie mit ihren Texten gegen den Zeitgeist und nicht von ungefähr hat die studierte Violinistin bereits zahlreiche Preise, insbesondere die Kleinkunstpreise 2002 und 2010 abgeräumt. Mit Ben Süverkrüp liefert sie sich phantastische Wortgefechte. Ihr musikalisches Kabarett kommt mit dem Witz durch die Hintertür, stimmt dabei nachdenklich und wirkt deshalb wie ein Sahnbaiser – perfekt geschlagen und mit dem richtigen Biss. Außerdem hat sich der Abend für die Frauen noch in anderer Hinsicht gelohnt. Es gab was zu gewinnen. Was lag näher, da es um „Wellness“ ging, auch wenn damit eher die finanzielle auf dem Konto gemeint war, u.a. ein Wellnesswochenende zu verlosen.

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