FBG Südlicher Odenwald zieht Jahresbilanz

27.11.09

Elztal/Muckental. Bei der letzten Sitzung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Südlicher Odenwald im Sportheim in Muckental zogen die Mitglieder der dort organisierten Privatwaldbesitzer Bilanz über das Geschäftsjahr 2009.

Dieses Jahr war laut Vorsitzendem Berto Ross mit seinen hohen Sommerniederschlägen sehr günstig für das Waldwachstum. In diesem Zusammenhang dankte er Heinrich Wetterauer für die detaillierten Niederschlagsaufzeichnungen.

Innerhalb des Waldes seien die intensiv bewirtschafteten Christbaumbaumkulturen nach wie vor ein Brennpunkt. Diese müssen nun kartographisch erfasst und gemeldet werden, um nicht den Verlust des Waldzertifikates zu riskieren. „Ohne gültiges Zertifikat ist eine gewinnbringende Holzvermarktung kaum möglich“, betonte der Vorsitzende, der allen in und für die FBG tätigen Mitarbeitern und Förstern für die gute Zusammenarbeit dankte. Gemeinsam will man im kommenden Jahr den 30-jährigen Geburtstag der FBG mit einem Waldspaziergang und anschließendem Umtrunk feiern.

Der verminderte Holzeinschlag, den Ross schon zuvor angesprochen hatte, wurde deutlich im Bericht des Geschäftsführers Fritz Kohl: der Gesamtumsatz belief sich mit knapp 68.000 € auf nur rund 25 Prozent des Vorjahres. Im Laufe der Versammlung stimmten die Mitglieder einer Erhöhung des Beitrages für die Industrieholzaufnahme und Vermarktung zu, damit zumindest eine Kostendeckung erreicht wird.

Die Mitgliederzahl ist mit 243 konstant geblieben, die derzeitige Gesamtwaldfläche der in der FBG organisierten Mitglieder umfasst 476 Hektar.

Der Bericht des Kassenprüfer Hubert Weber bescheinigte der Geschäftsführung eine einwandfreie Führung, die Entlastung der gesamten Vorstandschaft war reine Formsache.

Nach einer einstimmig beschlossenen Satzungsänderung begrüßte Büroleiter Markus Volk von der Forstbetriebsleitung Adelsheim die Versammlung: „Bedingt durch die Wirtschaftskrise mit fallenden Holzpreisen und dem Ausbleiben von Stürmen und Borkenkäferbefall haben Sie als Waldbesitzer nur das absolute „Muß“ vor allem im Nadelholzbereich eingeschlagen.“  Bevor Volk sich näher zu der bevorstehenden Einschlagsperiode äußerte, gab er noch Informationen zu den geänderten Zuständigkeiten innerhalb der Forstorganisation, der Abschaffung des Holzabsatzfond, der geplanten Anhebung der Kostenbeiträge für den Holzverkauf und diverse Fördermöglichkeiten waldbaulicher Maßnahmen.

Während Laubholz derzeit weniger gefragt sei, gäbe es beim Nadelholz verhaltenen Optimismus, erklärte Volk. Für eine gute Holzvermarktung sei eine entsprechende Mindestangebotsmenge pro Sortiment und Lagerort Voraussetzung, entsprechende Vorgaben wurden den Waldbesitzern unterbreitet.

Ab sofort sollten zudem größere Mengen Holz bei den Revierleitern bzw. der Forstbetriebsleitung rechtzeitig angemeldet werden.

Revierleiter Kunzmann erläuterte den Versammelten das Leistungsangebot der Forstverwaltung im Privatwald von der kostenlosen Beratung bis hin zur kostenpflichtigen Betreuungsleistung. Mittels anschaulicher Skizzen wurden die Anforderung bei der Holzvermessung bzw. Aufnahme verdeutlicht und anhand von Bildern wurden verschiedene Problemstellungen bei der Holzlagerung, Grabenfreihaltung oder dem Freischneiden des Lichtraumprofils diskutiert.

Eine deutliche Bitte erging an die Waldbesitzer: die Pflanzabstände zu den Wegen einhalten bzw. für die Holzlagerung adäquate Flächen bereitzustellen.

Nur so könne ein dringend notwendiges Wegepflegeprogramm umgesetzt werden.

Mit Bildern vom FBG-Ausflug und dem nochmaligen Dank des Vorsitzenden Ross an die Versammlung über die Zustimmung zur Satzungsänderung wurde die harmonische Versammlung geschlossen.

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