Positive der Entwicklung der Abfallwirtschaft im Kreis

01.02.10

Günstige Müllgebühren durch überregionalen Betrieb und Projektentwicklungen

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Neckar-Odenwald-Kreis. Zu einem Informationsgespräch kam die CDU-Kreistagsfraktion zur AWN, wo Geschäftsführer Dr. Matthias Ginter die verschiedenen Geschäftsfelder vorstellte. Zuvor traf der Fraktionsvorstand mit dem Personalrat der Landkreisverwaltung zusammen.

Ginter erläuterte nochmals die Entwicklung der 1992 gegründeten Abfallwirtschaftsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises (AWN). Zu der ursprünglichen Tätigkeit der Abfallentsorgung kamen mit der Zeit weitere Geschäftsfelder hinzu. Die AWN ist nach dem Deponiekonzept 2000 kommunaler Abfallentsorger, gewerblicher Dienstleister und Betreiber von Entsorgungsanlagen; außerdem ist sie für den Bau und Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Energie sowie als Projektentwickler (z.B. Klimaschutzinitiative, Bioenergieregion) zuständig. Sie ist an den Biomassenkraftwerken in Buchen und Obrigheim beteiligt, wo Strom für 50.000 bzw. 45.000 Einwohner erzeugt wird; in Obrigheim wird mit dem Aufbau eines Wärmenetzes begonnen. In Rosenberg wurde mit dem Aufbau eines Biogasparks begonnen; hier wird Strom für 5.000 Einwohner erzeugt und die Wärme durch Belieferung der Firma Getrag genutzt. Weiteres Potenzial wird hier gesehen, da solche Kraftwerke grundlastfähig sind und durch die Erzeugung vor Ort Wirtschaftskraft im Landkreis gebunden wird. Ein neues Projekt ist in Zusammenarbeit mit der HOT die  Entwicklung von Bioenergiedörfern.

Um die Abfallwirtschaft wirtschaftlich und für die Kreisbürger kostengünstig betreiben zu können, war die Entwicklung zu einem überregionalen Entsorgungszentrum notwendig. Die Abfallgebühren konnten so trotz Kostensteigerung, u.a. auch durch neue Abfallgesetze und Steuererhöhungen , stabil gehalten werden; unter Berücksichtigung der Inflationsrate seien die Müllgebühren heute niedriger als 1997. Diesem Ziel diene auch die Projektierung der Mineralstoffbehandlung Buchen, wo Gleisschotter und Schlackenreste in einer Halle aufgearbeitet werden, bevor sie wieder im Gleis- und Straßenbau verwendet werden. Von „Sondermüll“ könne hier keine Rede sein; man hoffe, „diffuse Ängste“ durch sachliche Aufklärung nehemn zu können. Wichtig war der CDU-Fraktion auch, deutlich zu machen, dass die AWN ein zertifizierter Fachbetrieb ist, der sachgerecht mit allen Abfällen umgeht.

Die AWN Service ist für Logistik, Dienstleistung, Transport und Entsorgung zuständig. Mit der AWN Umwelt ist man international tätig. Das Klimaschutzprojekt der methanminimierten Abfallbehandlung ist ein „Leuchtturmprojekt“ des Bundesministeriums für Umwelt und werde mit 3,2 Mill. € gefördert. Mit der landkreisüberschreitenden Bioenergieregion HOT willman in drei Jahren 30 Mill. € Investitionen auslösen und 30.000 t CO² einsparen. Mit der Digeno werden Arbeitslose wieder dem Arbeitsmarkt zugeführt.

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