Mosbach ist evangelische Modellregion

03.03.10

Mosbach. (dk) Der evangelische Kirchenbezirk Mosbach ist ab sofort bundesweit Modellregion für die Entwicklung der gottesdienstlichen Arbeit. Aus diesem Grund waren Dekan Dirk Keller und Pfarrer Martin Sommer Gäste bei der Eröffnung des Zentrums der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für die „Qualitätsentwicklung im Gottesdienst“ in Hildesheim. „Kein anderer Kirchenbezirk in ganz Baden ist näher dran an diesem Thema“, so Oberkirchenrat Dr. Matthias Kreplin, „deshalb ist es gut, dass Mosbach schon in dieser frühen Phase Partner des Zentrums in Hildesheim stellvertretend für unsere evangelische Landeskirche ist, die guten Erfahrungen dort einbringt und sich von sachkundigen Referenten aus dem ganzen Bundesgebiet Anregungen holen kann“. So könne man etwa mit Pfarrerinnen und Pfarrern, Ältesten und Mitarbeitenden beraten, was einen guten Gottesdienste ausmache, wo gelungene Beispiel in der Region andere anregen könnten und wie der Kirchenbezirk die örtlichen Gemeinden in ihrer Entwicklung unterstütze könne, mit ansprechenden Gottesdienste Leute noch neugieriger zu machen und ihnen einen guten Grund zu geben, mal wieder in die Kirche zu gehen oder treu dabeizubleiben.

„Mosbach ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich Haupt- und Ehrenamtliche unserer evangelischen Kirche auf den Weg machen, das gottesdienstliche Leben ihrer Gemeinde wertzuschätzen und mit Augenmaß weiterzuentwickeln“, so Dr. Folkert Fendler, der Leiter des Zentrums in Hildesheim, bei einem der ersten Besuche in Mosbach. Zusammen mit Pfarrer Binder wird Dr. Fendler in den kommenden zwei Jahren immer wieder in die Region kommen, um zu beraten und anzuregen, welche guten und weiterführenden Schritte dem Kirchenbezirk bei seinem Projekt „Miteinander wachsen im Gottesdienst“ helfen können. Unterstützung kommt zudem von den Theologieprofessoren Dr. Wilfried Härle und Dr. Fritz Lienhard von der Universität Heidelberg, die ihrerseits das Anliegen und die Entwicklung in Mosbach begrüßen und theologisch begleiten wollen.

Die badische Landeskirche trägt das Projekt des Kirchenbezirks Mosbach auch finanziell mit und hat mit sogenannten „Kirchenkompassmitteln“ ermöglicht, dass Pfarrer Gunnar Kuderer für zwei Jahre ab 01.September 2010 leiten wird und unter anderem schon jetzt die MitarbeiterUNI am 9.Oktober 2010 in Schefflenz für haupt- und ehrenamtlich Verantwortliche für die gottesdienstliche Arbeit in den Gemeinden der Region zusammen mit einer Projektgruppe organisiert.

„Unser Kirchenbezirk Mosbach ist auf dem richtigen Weg“, mit diesem Eindruck kamen Dekan Dirk Keller und Pfarrer Martin Sommer von der Eröffnung des Zentrums in Hildesheim zurück. Nach eindrücklichen Referaten von Experten aus Kirche und Gesellschaft zeige sich, dass die Weichen für das Wachsen der Gottesdienste im Kirchenbezirk Mosbach gut gestellt seien und es darauf ankomme, miteinander Gelungenes auszutauschen und gemeinsam danach zu fragen, was hilfreich sei, um an der Qualität der Gottesdienste weiter zu arbeiten und den christlichen Glauben unter die Leute zu bringen.

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