ÖPNV-Nutzung trotz Wirtschaftskrise stabil

15.03.10

VRN Jahresbilanz 2009

Trotz Wirtschaftskrise kann der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurück blicken. Die Zahl der Fahrgäste blieb stabil bei rund 314 Millionen. Die Einnahmen aus Fahrausweisverkäufen erhöhten sich um 8,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 250 Millionen Euro. Dies entspricht einer prozentualen Steigerung von 3,4%.

Ursächlich für die Tarifeinnahmensteigerung ist die Fahrpreiserhöhung zum 1.1.2009 um 3,9%. Sie konnte aber nicht vollumfänglich am Markt realisiert werden, weil insbesondere rückläufige Verkäufe im Bereich der Tages-, Wochen- und Monatskarten wohl auch aufgrund der geänderten Arbeitsmarktsituation geprägt durch Kurzarbeit und Zeitarbeits-beschäftigung festzustellen sind.Betrachtet man die Entwicklung in 2009 im Detail, ist zunächst festzustellen, dass der VRN nach wie vor eine sehr hohe Kundenbindungsquote vorweisen kann. 91,4% der Fahrgäste sind im Besitz einer Zeitkarte.

Grund hierfür war in erster Linie die stetig wachsende Nachfrage nach dem verbundweit gültigen RheinNeckar-Ticket sowie nach dem ebenfalls verbundweit gültigen Job-Ticket. Für das RheinNeckar-Ticket haben sich bis Ende 2009 insgesamt 25.062 Kunden und für das Job-Ticket 36.479 Kunden entschieden. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete dies beim RheinNeckar-Ticket eine Steigerung von 2,42% und beim Job-Ticket eine Steigerung von 0,75%. Die Karte ab 60 wurde im vergangenen Jahr von insgesamt 58.874 Personen (+37) genutzt, die 60 Jahre oder älter sind.

Die sowohl bei den Fahrgastzahlen als auch bei den Fahrgeldeinnahmen erzielten Zuwachsraten werden jedoch vor allem durch rückläufige Verkaufszahlen bei den Wochen- und Monatskarten und auch der Jahreskarte Jedermann gedämpft, was aber an der insgesamt stabilen Situation im Zeitkartensegment nichts ändert.

Die Tageskartenangebote (Ticket 24, Ticket 24 PLUS, 3-Tages-Karte, Länder-Tickets und Schönes-Wochenende-Ticket) konnten insgesamt nicht das Ergebnis des Vorjahres erzielen und wurden im VRN um 6,07% weniger genutzt.

Eine sehr positive Entwicklung (+10,68%) sowohl bei den Fahrgastzahlen als auch bei den Einnahmen war wieder beim BC-Ticket festzustellen. Inhaber einer BahnCard der DB AG (25, 50 oder 100) haben die Möglichkeit, ein BC-Ticket zu erwerben. Es gilt ein um 25% geminderter Fahrpreis.

Die Verkaufszahlen des MAXX-Ticket (166.156) und bei den Westpfalz-Schülerkarten (27.243) haben sich nur minimal verändert. Beim MAXX-Ticket waren es 0,75% Nutzer weniger und bei den Westpfalz-Schülerkarten 0,14% mehr Nutzer. Beim SuperMAXX-Ticket ist die Anzahl auf nunmehr 3239 Nutzer und damit um 6,02% angestiegen.

Beim Semester-Ticket sind die Fahrgastzahlen um 1,74% gesunken. Im letzten Jahr wurden insgesamt 72.004 Tickets (jeweils 6 Monate gültig) verkauft, damit 1.273 Tickets weniger als im Vorjahr. Beim Verkauf der Anschluß-Semester-Tickets konnte ein kleiner Zuwachs verzeichnet werden. Insgesamt nutzten 11.030 Karteninhaber dieses Angebot.

Das Jahr 2010 bringt eine schwierige gesamtwirtschaftliche Lage sowie eine zunehmende Eintrübung der Stimmung auf dem Arbeitsmarkt. Vor dem Hintergrund dieser eher ungünstigen Rahmenbedingungen erwartet der VRN für das laufende Jahr weiterhin stabile Fahrgastzahlen und eine moderate Steigerung der Einnahmen. Abzuwarten bleibt auch, wie sich die Spritpreise in den nächsten Monaten entwickeln werden, da diese in der Vergangenheit großen Einfluss auf die Entwicklung der Fahrgastzahlen hatten.

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