7. Energieberatertreff der EAN

21.03.10

Neckar-Odenwald-Kreis/Mosbach. Seit 01. Januar 2010 ist für bestehende Wohngebäude das Erneuerbare-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg gültig. Bei einem Tausch des zentralen Wärmeerzeugers ist künftig der Eigentümer verpflichtet, mindestens zehn Prozent des Wärmebedarfes aus Erneuerbaren Energien zu decken. Zu einer Infoveranstaltung über die verschiedenen Möglichkeiten, diese Pflicht zu erfüllen, hat Uwe Ristl, der Geschäftsführer die Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis,  speziell alle Energieberater und Betreiber von Handwerksbetrieben im Bereich Sanitär, Heizung, Klima eingeladen. Im Rahmen des 7. Energieberatertreffs referierte Dirk Eckert, Repräsentant des Institutes für wirtschaftliche Ölheizungen e.V. (IWO) in der Alten Mälzerei in Mosbach über entsprechende Fragen.

Insgesamt 19  Teilnehmer aus dem gesamten Kreis  – Energieberater,  Ingenieure,  Architekten, Handwerker (Heizungsbauer), Bauphysiker  und Schornsteinfeger – sind der Einladung gefolgt. Im Mittelpunkt des Interesses stand die die Möglichkeit einer zehnprozentigen Beimischung von Bioölen zum Heizöl bzw. die Voraussetzungen hierzu. Eckert gab zunächst einen Überblick über die verschiedenen Heizölarten. Schwefelarmes Heizöl gebe es seit 2003 auf dem Markt. Seit 2005 haben alle Hersteller ihre Kessel für schwefelarmes Heizöl freigegeben. Zur Frage, ob der Bestandskessel schwefelarmes Heizöl verträgt, kann der Heizungsfachbetrieb Auskunft geben. Für Bioöle gebe es derzeit erst eine Vornorm. Soll bei einer Modernisierung auf Heizöl mit Bioölbeimischung umgestiegen werden, sollte unbedingt beim Kesselhersteller angefragt werden, ob der gewünschte Kessel auch dafür freigegeben  ist.  Beim erstmaligen Einsatz von Bioölen ist dies der unteren Bauaufsichtsbehörde durch Vorlage des Lieferscheins anzuzeigen.

Auch die verschiedenen Heizkesselarten Niedertemperaturkessel und Brennwertnutzung wurden betrachtet, wobei vom Referenten betont wurde, dass es keinen Grund mehr gebe, der für die veraltete Niedertemperatur-Technik spreche. Weitere Empfehlungen des Referenten – keinen kathodischen Korrosionsschutz, Erd- und Stahltanks müssen eine Zulassung und eine bioöltaugliche Innenhülle haben, vorhandene Zweistrangsysteme sollten auf Einstrangsysteme umgerüstet werden – folgten.

Weitergehende Infos halten die Heizungsfachbetriebe, die Kesselhersteller oder das Iwo bereit. Kontaktdaten können über die EAN (Sansenhecken 1, 74722 Buchen, Tel.  06281 / 906-880, E-mail info@eanok.de ) angefordert werden.

Das nächste Energieberatertreffen ist für Dienstag,  8.Juni, 8.30 Uhr im Hotel Prinz Carl in Buchen geplant. Zu dieser kostenlosen Veranstaltung sind alle Energieberater, Architekten, Ingenieure und Handwerker sind eingeladen.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: