AWO Binau wird gebraucht

23.03.10

Binau. (rt) Mit der Gründung der Arbeiterwohlfahrt vor 90 Jahren und der erfolgten Anerkennung durch die damalige Reichsregierung leitete der Ortsvereinsvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Binau Gerd Teßmer die diesjährige Jahreshauptversammlung ein. Er erinnerte daran, dass man nach dem verlorenen 1. Weltkrieg dringend eine Einrichtung brauchte, die sich der sozialen Probleme der Gesellschaft annehmen wollte und zu Lösungen beitragen konnte. So macht das Jahr 2010 für die Arbeiterwohlfahrt deutlich, dass diese Wohlfahrtorganisation nach wie vor gebraucht wird und sozialem Engagement in der Gesellschaft immer größere Bedeutung zukommt. Gerd Teßmer ging darauf ein, dass man in Binau seit 1983 einen AWO-Ortsverein habe, der sich für die Dorfgemeinschaft und für alle Altersgruppe einsetze.

Aus den Grußworten von Bürgermeister Peter Keller und dem DRK-Vorsitzenden Karl-Ludwig Landzettel ging hervor, dass man die Arbeit der Binauer AWO schätze. Der Bürgermeister verwies darauf, dass inzwischen aus dem Sommerprogramm der AWO ein Programm entstanden sei, das auch andere Binauer Vereine wie den Heimat- und Verkehrsverein, die Gartenbaufreunde und den Schützenverein mit einbinde. Peter Keller dankte dem AWO-Vorstand um Gerd Teßmer, Monika Friedrich und Jürgen Bieller für das Engagement innerhalb der Gemeinde und wünschte dem AWO-Ortsverein auch für die Zukunft gute Ideen, die nötigen Helferinnen und Helfer und Erfolg bei der Arbeit.

Für den DRK-Ortsverein bedankte sich Karl-Ludwig Landzettel wie die harmonische Zusammenarbeit, die sich nicht nur durch die jährlich im Wechsel für Binau gestalteten Gemeindenachmittage zeige.

Aus dem Rechenschaftsbericht von Gerd Teßmer ging deutlich hervor, dass man im vergangenen Jahr sowohl mit den Angeboten für Kinder, wie auch für ältere Mitbürger gut angekommen sei. Teßmer erinnerte dabei auch an die so erfolgreich abgelaufene Kinder-Olympiade beim Binauer Dorffest und an das Fahrradturnier in Zusammenarbeit mit Eltern und Kollegium der Albert-Schneider-Grundschule.

Aus dem Kassenbericht von Kassierer Jürgen Bieller war herauszuhören, dass man trotz der Programm-Angebote und trotz einem Minus im vergangenen Jahr noch über einen zufriedenstellenden Kassenbestand verfüge. Die beiden Kassenprüferinnen Brigitte Seifert und Heide Teßmer bestätigten Kassierer Jürgen Bieller eine tadellose Buch- und Kassenführung. Der von Bürgermeister Peter Keller beantragten Entlastung folgten die Mitglieder einmütig. Mit der Entlastung wurde Jürgen Biellers Arbeit auch als vorbildlich hervorgehoben.

Nach den Tätigkeitsberichten und den Vereinsregularien zeigte AWO-Kreisgeschäftführer Peter Maurus anhand von aktuellen Bevölkerungsprognosen auf, welche sozialen Probleme daraus sich entwickeln können und wie man da heute schon Vorsorge und Lösungswege zu entwickeln habe.

Die erfreuliche Tendenz, dass man im Neckar-Odenwald-Kreis immer älter werde, machten aber für die Bewältigung der damit verbundenen Änderungen schon heute ein Umdenken und ein weitsichtiges Planen erforderlich. Kreisgeschäftsführer Peter Maurus machte überdeutlich, dass gerade im sozialen Bereich gravierende Veränderungen vorhersehbar seien, denen sich die Gesellschaft und die Wohlfahrtsverbände rechtzeitig stellen müssten. Die Ausführungen von Peter Maurus ließen eine rege Diskussion entstehen und Gerd Teßmer konnte in seinem Schlusswort zurecht darauf hinweisen, dass man mit dem Referat des AWO-Kreisgeschäftsführers eine hochaktuelle Diskussion eröffnet habe, die den AWO-Ortsverein Binau und alle Wohlfahrtsverbände auch in Zukunft weiterhin zu beschäftigen werden.

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