Fackelzug und Großfeuer in Wagenschwend

24.03.10

„Lärmfeuer“ – Event bietet Information und Erlebnis

(Foto: Hofherr)

Wagenschwend. (bd) Zum vierten Mal werden am Samstag, 27. März 2010, die Lärmfeuer auf den Höhen des Odenwaldes entflammt werden und in teilweise historisch nachgestellter Signalkette vom Rhein zum Main unser Mittelgebirge überziehen, erstmals auch auf dem Winterhauch. Der Heimat und Museumsverein Wagenschwend schließt die Lücke, die bis dato im badischen Odenwald klaffte und verbindet die Feuerlinie bei Beerfelden mit den östlichsten Teilnehmern in Osterburken (Adventon) und Merchingen.

Die Befeuerung der Odenwaldberge zum Zweck der Signalgebung geht bis in vorgeschichtliche Zeiten zurück. Die „Alarmfeuer“ sollten wirksam zur Warnung vor dem vorwiegend aus Westen heranrückenden Feinden dienen, da die Feuer, zumal bei Nacht, weithin sichtbar waren.

Im Odenwald und Nibelungenland werden am 27. März über 25 Lärmfeuer brennen, die zeitversetzt – beginnend in Lorsch – bis Osterburken entzündet werden. In Wagenschwend bietet der Heimat- und Museumsverein nun Information und Erlebnis. Zunächst referiert Luftbildarchäologe Rudolf Landauer um 19.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus über die geschichtlichen Hintergründe der Feuerzeichen bei den Römern. Anschließend wird ein Fackelzug zur Feuerstelle, die sich auf dem Höhenzug im Gewann Fahrenbusch, gut sichtbar von der Straße Eberbach – Buchen, befindet, starten und um 20.15 Uhr das Lärmfeuer entzünden.

Fackeln werden als Eintritt zur Veranstaltung für 3 Euro angeboten, auch Getränke und kleine Speisen hält der Veranstalter, der von der Feuerwehr Wagenschwend und dem Arbeitskreis der VHS Limbach unterstützt wird, bereit. Weitere Informationen unter www.laermfeuer.org.

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