Zukunft des Bundeswehrstandorts Hardheim

26.03.10

Neckar-Odenwald-Kreis. Ausgehend von der Presseberichterstattung, nach der über die weitere Zukunft des Bundeswehrstandorts Hardheim – geplante Auflösung des Panzerflugabwehrkanonenbataillons 12 und dessen Neuaufstellung als Flugabwehrsystemverband 12 – spekuliert wird, hat Landrat Dr. Achim Brötel umgehend reagiert und einen Brief an den Bundesminister der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, MdB auf den Weg gebracht.

Darin bittet er dringend um weitere Informationen. In deutlichen Worten bringt der Landrat seine große Sorge zum Ausdruck, dass strukturelle Veränderungen ganz konkrete negative Auswirkungen auf die weitere Zukunft des gesamten Bundeswehrstandorts Hardheim haben könnten. „Als strukturschwacher Kreis im Ländlichen Raum ist der Neckar-Odenwald-Kreis in den vergangenen Jahren schon mehrfach von politischen Strukturentscheidungen nachteilig betroffen worden“, schreibt Dr. Brötel und benennt als Folgen insbesondere schmerzhafte Verluste von direkten oder indirekten Arbeitsplätzen sowie deutliche Einbußen im Bereich der Steuerkraft und der regionalen Wertschöpfung durch die Schließung des Kernkraftwerks Obrigheim und den Abzug der Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 11 aus Neckarzimmern.  Und weiter: „Wenn deshalb jetzt auch noch am Standort Hardheim massive Einschnitte drohen würden, wäre das für den Neckar-Odenwald-Kreis in der Summe der dadurch hervorgerufenen Belastungen schlichtweg nicht mehr zu verkraften. Ich habe deshalb die herzliche Bitte an Sie, dass Sie bei Ihren weiteren Planungen die besondere Interessenlage des Ländlichen Raums und hier speziell des Neckar-Odenwald-Kreises berücksichtigen und den Bundeswehrstandort Hardheim mindestens im bisherigen Umfang dauerhaft sichern“.

Landrat Dr. Achim Brötel hat zugleich auch die Abgeordneten unseres Raums um nachhaltige Unterstützung gebeten. „Hier ist es dringend geboten, dass die Region schnell Flagge zeigt und Geschlossenheit demonstriert“.

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