Treidelpfad soll ausgebaut werden

30.03.10

Haßmersheim. (su) Mit der Breitbandversorgung für den Ortsteil Neckarmühlbach beschäftigte sich der Haßmersheimer Gemeinderat in seiner letzten Sitzung schwerpunktmäßig. Darüber hinaus war jedoch auch die Vorbereitung des Radwegausbaus zwischen Haßmersheim und Neckarmühlbach ein Thema und auch die Holzpreise für das Jahr 2010 wurden neu fixiert.

Zunächst gab Bürgermeister Marcus Dietrich neuere Informationen zu den Themen Werkrealschule, Betreutes Wohnen und Errichtung einer Biogasanlage.

Ein wichtiger Punkt war der Ausbau des Treidelpfades zwischen der Hohle und dem Trainingsplatz neben dem Sportplatz. Diese Maßnahme gliedert sich in zwei Abschnitte. Zum Einen zwischen der Hohle und dem Ende des Erdweges auf Höhe des Anwesens Hahn und zum Anderen zwischen dem Parkplatz beim Sportplatz, wo der asphaltierte Gemeindeweg bis er endet bis hin zum vorgenannten Erdweg. Für den Ausbau des ersten Teils ist das Land Baden-Württemberg im Rahmen des Radwegs zwischen Haßmersheim und Neckarmühlbach zuständig, für den Ausbau des zweiten Abschnittes die Gemeinde Haßmersheim. Für den Abschnitt des Landes werden die Kosten derzeit auf 400.000 Euro geschätzt, für den Abschnitt der Gemeinde Haßmersheim auf rund 213.000 Euro. Für diese Gesamtmaßnahme hat die Gemeinde einen Ausgleichsstockantrag gestellt, der mittlerweile in einer Höhe von 123.000 Euro bewilligt wurde unter der Voraussetzung, dass mit dem Bau bis zum 01.07.2010 begonnen wird. Die Gesamtmaßnahme des Radwegs zwischen Haßmersheim und Neckarmühlbach wird sich auf rund 3,5 Mio. Euro belaufen. Die Gemeinde Haßmersheim hat sich verpflichtet, dazu einen Zuschuss von 400.000 Euro zu gewähren. Vor wenigen Tagen hat sich nun das Regierungspräsidium Karlsruhe als Vertreter des Landes Baden-Württemberg bereit erklärt, mit dem gemeindlichen Anteil von 400.000 Euro am Radweg im Bereich des Treidelpfads zwischen Hohle und Anwesen Hahn mit den Vorbereitungsarbeiten für Radweg zu beginnen. Der Gemeinderat beschloss nun im Anschluss daran,  zwischen dem Anwesen Hahn und dem Parkplatz beim Sportheim den gemeindlichen Teil des Radweges fortzusetzen. Die notwendigen Mittel sollen im Nachtragshaushaltsplan bereitgestellt werden. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Gemeinde Haßmersheim bezüglich des Ausbaus des Treidelpfades soll in der nächsten Gemeinderatssitzung beschlossen werden. Im Gemeinderat wurde begrüßt, dass mit dem Vorbereitungsarbeiten für den Radwegbau im Bereich des Treidelpfades ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung geleistet wurde, denn damit könne die Hauptgefahrenquelle für den Radwegverkehr, die Hohle, entschärft werden. Dennoch gab es auch Befürchtungen, dass diese Vorbereitungsarbeiten zu einem Rückfall in der Prioritätenliste für den Radwegbau des Landes Baden-Württemberg führen könnten. Ferner wurde in diesem Zusammenhang auch darauf hingewiesen, dass man sich über die Fortführung des Radweges im Ortskern Haßmersheim Gedanken machen müsse.

Im Zusammenhang mit der vorgesehenen Schließung der Kläranlage Neckarmühlbach aus Altersgründen soll mit einer Abwasserleitung das Abwasser des Ortsteils Neckarmühlbach künftig zum Ortsteil Haßmersheim geleitet werden. Dafür ist es erforderlich, dass eine entsprechende Druckleitung zwischen Neckarmühlbach und Haßmersheim gebaut wird. In diesem Zusammenhang soll nun auch eine neue Breitbandverkabelung aus Haßmersheim nach Neckarmühlbach geführt werden, um dort einen dauerhaften guten DSL-Anschluss zu ermöglichen. Die Gesamtkosten für die Schließung und der Umbau der Kläranlage sowie die Abwasserleitung nach Haßmersheim belaufen sich auf 500.000 Euro, die Gesamtkosten für die Verlegung der Breitbandkabel beläuft sich auf rd. 290.000 Euro. Dieses Gesamtpaket wird vom Land Baden-Württemberg als Infrastrukturmaßnahme für Breitbandverkabelung mit knapp 150.000 Euro, vom Neckar-Odenwald-Kreis mit knapp 30.000 Euro unterstützt und auch aus dem Ausgleichsstock erwartet die Gemeinde rund 20.000 Euro. Für die Abwasserleitung wird es einen Zuschuss des Landes in Höhe von 80.000 Euro geben und gleichzeitig soll auch ein Lichtwellenleiterkabel der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung eingebaut werden, dafür ist das Wasser- und Schifffahrtsamt bereit, sich mit 100.000 Euro an den gemeindlichen Kosten zu beteiligen. Dies bedeutet, dass letztendlich der Gesamtaufwand der Gemeinde Haßmersheim für diese beiden Maßnahmen bei rund 300.000 Euro liegen wird. Der Gemeinderat sprach sich einvernehmlich dafür aus, die genannten Maßnahmen in Angriff zu nehmen und zeigte sich erfreut, dass eine gemeinsame Trassenführung der 3 Leitung (DSL, Abwasser und Lichtwellenleiter) erreicht werden konnte. Die Tiefbauarbeiten nach Neckarmühlbach sollen nun unverzüglich ausgeschrieben werden und möglichst vor dem 1. Mai 2010 mit den Tiefbauarbeiten zwischen Haßmersheim und Neckarmühlbach beginnen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Ausschreibung des Netzbetriebes der DSL-Versorgung im Ortsteil Neckarmühlbach. Nachdem im vorherigen Beschluss festgelegt wurde, dass eine neue DSL-Leitung nach Neckarmühlbach geführt wird, muss nun auch ein Betreiber gefunden werden, der das DSL-Signal im Ortsteil Neckarmühlbach verteilt. Diese Arbeiten müssen ebenfalls ausgeschrieben werden. Die Verwaltung geht davon aus, dass der künftige Netzbetreiber den Betrieb von einem Zuschuss der Gemeinde Haßmersheim abhängig machen wird. Die Höhe wird die Ausschreibung die nun erfolgt, zeigen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Festlegung für die Brennholzpreise (Sterholz), der Preis wurde auf 54 Euro/Ster festgelegt und liegt damit immer noch unter den Herstellungskosten in Höhe von 61 Euro. Mit dieser Erhöhung nähert man sich der Kostendeckung weiter an. Die Bürgergabe (2 Ster) wurde auf 67 Euro festgesetzt.

Für die energetische Sanierung des Feuerwehrgerätehauses, die in der letzten Gemeinderatssitzung beschlossen wurde, wurde ein Architektenvertrag mit dem Architekturbüro vogt.heller aus Neckarsulm abgeschlossen, das bereits mehrfach für die Gemeinde Haßmersheim tätig war. Die Honorarkosten für den Architektenvertrag werden sich auf rund 23.000 Euro belaufen.

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