Landrat Dr. Brötel besuchte Eisengießerei

31.03.10

Einen Firmenbesuch stattete Landrat Dr. Achim Brötel (1.v.r.) bei der Firma Eisengießerei Georg Röth GmbH & Co. KG ab. Die Geschäftsführer Hans-Georg Ehrmann und Sigrid Röth-Ehrmann stellten zusammen mit Betriebsleiter Dietrich Beck und Gießereitechniker Bernhard Pfeiffer (v.r.n.l) die Produktionsstätten vor. (Foto: LRA)

Neckarelz. Die Firma Georg Röth Eisengießerei GmbH & Co. KG ist eines der wenigen regionalen Industrieunternehmen im Familienbesitz, die auf eine 120 Jahre lange Tradition zurückgreifen können. Landrat Dr. Achim Brötel stattete nun der Firma einen Besuch ab und ließ sich durch die Produktionsstätten führen.

Die Eisengießerei, die heute ca. 130 Mitarbeiter und fünf Auszubildende beschäftigt, stellt hochwertige Gussprodukte für Maschinenbau, Antriebstechnik und Pumpenbau her. Dabei kann sie im Wesentlichen auf eine große Stammkundschaft zurück greifen. „Dennoch müssen wir uns der weltweiten Konkurrenz stellen,“ bestätigten die Geschäftsführer und Firmeninhaber Hans-Georg Ehrmann und Sigrid Röth-Ehrmann. Die Wirtschaftskrise ist auch bei der Firma Röth nicht spurlos vorbeigegangen. „Im letzten Jahr sind die Aufträge massiv zurück gegangen,“ gab Hans-Georg Ehrmann unumwunden zu. Zu Entlassungen musste die Betriebsführung aber nicht zurückgreifen. „Wir konnten uns mit Kurzarbeit über Wasser halten“. Erfreulich ist allerdings, dass sich im laufenden Monat die Auftragsbücher wieder füllen. Daraus ergeben sich auch wieder Spielräume für neue Investitionen. Erst vor einem halben Jahr wurde eine neue Formanlage für die Herstellung von Gußformen angeschafft und ein neues Gebäude für den Warenannahme errichtet. „Die Erneuerung des Maschinen- und Geräteparks sind bei uns immer mit enormen Summen verbunden“, erklärte Betriebsleiter Dietrich Beck. „aber um auf dem Markt bestehen zu können, sind solche Investitionen einfach notwendig.“ Viele Arbeitsschritte in der Eisengießerei erfolgen heute technik- und EDV-unterstützt. „Das Bild, an dem die Arbeiter das heiße Metall noch händisch in die Formen gießen, gibt es bei uns nicht mehr“, so Beck.

Besonders stolz sind die Geschäftsführer auf ihre motivierte Belegschaft. Viele Beschäftigte halten dem Betrieb bis zum Ruhestand die Treue. Kündigungen gibt es so gut wie keine, was auf ein gutes Betriebsklima schließen lässt. Seit 1999 bildet der Betrieb auch kontinuierlich in den Berufen Gießereitechniker, Modellbaumechaniker und Maschinen- und Anlageführer aus. Die meisten Auszubildenden können nach der Ausbildung übernommen werden.

Der Landrat bedankte sich bei den Geschäftsführern und beim Betriebsleiter für die vielen gewonnenen Eindrücke. „Es ist nicht leicht, über eine so lange Zeit ein Familienunternehmen immer in der Spur zu halten, schon gar nicht, wenn die Märkte immer globaler agieren“. Er sei sehr beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Eisengießerei und von der Mitarbeiterführung: „Die Betriebstreue der Mitarbeiter geht im wesentlichen auf die umsichtige Betriebsführung zurück.“ Er sicherte dem Unternehmen auch künftig die Unterstützung des Landratsamts und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WiNO) zu.

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