Österliches Frühlingsfest

01.04.10

Erwachen im Museumspark – April, April, der macht was er will

(Foto: privat)

Osterburken. Endlich sprießt es wieder, endlich wächst es wieder, endlich macht sich hoffnungsvolles Grün breit auf der Marienhöhe. Vom 02. bis 05. April laden die selbstständigen Handwerker ebenso wie der Verein und der Museumsbetrieb im Erlebnis-Museum Adventon in Osterburken die Besucher ein, das Frühlingserwachen auf den Wiesen, Feldern und den Parzellen zwischen den Baustellen zu erleben. Neben den Jungtieren gibt es ein österliches Programm der Frühlingsboten zum Mitmachen, zum Erleben oder einfach zum Zuschauen.

Aperire -öffnen- das ist das Verb, das hinter dem Monatsnamen April steht. Alles öffnet sich, “blüht auf” und das bezieht sich wohl auf das Öffnen der Knospen im Frühjahr. Andere Etymologen, die Forscher, die der Wortbedeutung auf den Grund gehen, behaupten, der April komme von apricus, dem lateinischen Wort für “sonnig”.

Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Begriff Ostermond, im alten Wortlaut ostarmanoth ein. In manchen Gegenden haben sich bis heute Begriffe wie Wandelmonat, Grasmond oder auch Launing gehalten. Seit dem 16. Jahrhundert hat es sich eingebürgert, am 1. April den Aprilscherz zu begehen.

Kein Aprilscherz hingegen ist es, dass im April nicht nur die Knospen sich öffnen, sondern auch die Freilicht- und Erlebnis-Museen. In Osterburken öffnet nach drei Monaten Winterpause Adventon wieder seine Tore.

Alles dreht sich rund um die Jungtiere des Jahres 2010, wenn der Museumspark zu Ostern wieder für Besucher offen steht. Vor allem die Lämmer, die Küken und die Häschen werden im Mittelpunkt des Interesses stehen – weil sich Jungbienen eben nicht wirklich wie Biene Maja und Willi anfühlen. Für die Kinder gibt es ein Bastelprogramm zu Frühlingsthemen,  die Stadtmusikanten präsentieren sich in ihren neuen Gewändern und mit neuer alter Musik. Wie man Kälberstricke in alten Zeiten fertigte zeigen die Seiler in der Untergasse. Hinter dem Seilerhaus und unterhalb der Töpferei treffen sich mindestens einmal täglich die Kinder, die der Märchentante lauschen wollen. Die Vorlesezeiten sind am Zelt angeschlagen. Bei den Wikingern kann man sehen, wie Wildfelle gegerbt werden. Irgendwo sollen auch Ostereier versteckt sein. Ob die alle gefunden werden? Was hat Ostern eigentlich mit Eiern zu tun?

Der Duden leitet das deutsche Wort Ostern vom altgermanischen Austro oder ausro für die Morgenröte ab. Der Wortstamm ist demnach altgriechisch, eos, Sonne und lateinisch aurora, Eostra heisst es erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 738. Beda Venerabilis, der davon in seiner “de temporum ratione” schreibt bezieht sich dabei wohl auf schon lange übliche Volkstraditionen, die sich auf die Verehrung im Matronen- und Disenkulten bezieht. Die Disen sind weibliche Fruchtbarkeitsgöttinen der Germanen (siehe auch Karfunkel Codex Nr 6, Die Germanen, Der Disibodenberg). Die Annahme, die Germanen hätten eine Göttin namens Ostara verehrt ist veraltet und geht auf Jacob Grimm zurück. Ernsthafte Belege gibt es dafür jedoch keine. Ganztägig Handwerkerarbeiten auf den Baustellen, Stockbrotbacken, Töpfern, Schmieden und vieles mehr.

Infos im Internet:
www.Adventon.de.

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