Verhandlung gegen mutmaßlichen Todesfahrer

10.04.10

Mosbach/Schefflenz. (sta) Gegen den jungen Erwachsenen, der mutmaßlich für den Tod einer Verkehrsteilnehmerin verantwortlich ist, wird am 15. April, ab 9.00 Uhr, vor der Großen Jugendkammer am  Landgericht Mosbach, Saal 101,  wegen Totschlags in einem und versuchten Totschlags in zwei Fällen verhandelt.

Die Staatsanwaltschaft Mosbach wirft dem ledigen, zum Tatzeitpunkt 18-jährigen, deutschen Auszubildenden vor, Ende November 2009 sein Fahrzeug auf der B 292 zwischen Oberschefflenz und Adelsheim nach Alkoholkonsum bewusst auf ein auf der Gegenfahrbahn fahrendes Fahrzeug gelenkt zu haben, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Bei der Frontalkollision seien die Fahrerin des entgegenkommenden Fahrzeugs getötet und die beiden Mitfahrer ebenso wie der Angeklagte zum Teil schwer verletzt worden (wir berichteten mehrfach). Der nicht vorbestrafte Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft und hat bis zu einer eventuellen Verurteilung, bei der eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren verhängt werden kann, als unschuldig zu gelten. Sollte auf den heranwachsenden Angeklagten Jugendstrafrecht Anwendung finden, kann höchstens eine Jugendstrafe nicht über 10 Jahre Gefängnis verhängt werden. Dem Angeklagten droht darüber hinaus die Entziehung des Führerscheins.

Die Große Jugendkammer wird mit dem Vorsitzenden Richter am Landgericht Holger Hamm, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt sein. Es besteht die Möglichkeit, dass die Öffentlichkeit vom Verfahren ausgeschlossen wird.

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