Gläserne Betriebe ausgezeichnet

25.04.10

Landwirtschaftliche Berichterstatter wie Theo Schifferdecker – Edwin Seitz konnte nicht anwesend sein – wurden in einer kleinen Feierstunde vom Ersten Landesbeamten, Martin Wuttke, ebenso geehrt wie Vertreter der landwirtschaftlichen Betriebe, die sich 2009 am Aktionstag Gläserne Produktion beteiligt hatten: das Kurgestüt Hoher Odenwald in Waldbrunn-Mülben, Hofladen und Bauernstube Mohr in Hardheim-Schweinberg und der Betrieb Richard Kolbenschlag vom Seckacher Waidachshof.  Ein Vertreter des Putenhofs Gröhl aus Neckargerach erhält die Urkunde nachgereicht. (Foto: LRA)

Buchen. Landwirtschaftliche Berichterstatter leisten einen wichtigen Dienst: Zuverlässig informieren sie während der Vegetationsperiode von April bis November das Statistische Landesamt über den Entwicklungsstand und die Ernteaussichten dessen, was auf den heimischen Feldern wächst. Diese Daten sind wichtig für die Entwicklung der Betriebe und für die Festlegung politischer Rahmenbedingungen. Um sie zu erheben, muss gewissenhaft und regelmäßig vor Ort beobachtet, verglichen und gemessen werden.

Theo Schifferdecker aus Billigheim versieht diesen ehrenamtlichen Dienst vorbildlich – seit 50 Jahren. Dafür wurde er im Auftrag des Statistischen Landesamtes von Martin Wuttke, dem Ersten Landesbeamten des Neckar-Odenwald-Kreises, und von Gerhard Kohler vom Fachdienst Landwirtschaft im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Landratsamt in Buchen geehrt. Schifferdeckers „Kollege“, Edwin Seitz aus Hardheim-Rütschdorf, konnte leider nicht anwesend sein. Seine Urkunde samt Präsent für stolze 60 Jahre Berichterstattertätigkeit wird nachgereicht.

Verbunden wurde die Ehrung der Berichterstatter mit der Auszeichnung der Betriebe, die 2009 am Aktionstag „Gläserne Produktion“ teilgenommen hatten. Dies waren das Kurgestüt Hoher Odenwald, Familie Hans Zollmann in Waldbrunn-Mülben, der Putenhof Gröhl in Neckargerach, Hofladen und Bauernstube Mohr in Hardheim-Schweinberg und der Betrieb Richard Kolbenschlag vom Seckacher Waidachshof.

Dieser Aktionstag wurde 1990 vom damaligen Minister Weiser ins Leben gerufen und sei mit ihrer Botschaft „aktuell wie nie“, wie Martin Wuttke in seiner kurzen Ansprache betonte: „Gute Qualität, Frische, Geschmack und eine für den Verbraucher transparente Erzeugung vom Acker bzw. Stall bis auf den Teller, das sind Pfunde, mit denen unsere regionalen Betriebe hier in Zeiten der Globalisierung  – einschließlich ungewisser Herkunft vieler Produkte – wuchern können.“

Um den Verbraucher von den Vorzügen regionaler Produktion überzeugen zu können, dafür brauche es Aktionen wie die „Gläserne Produktion“ mit offenen Türen und der Möglichkeit, auch einmal hinter die Kulissen eines landwirtschaftlichen Betriebes schauen zu können. „Das führt zweifellos zur Wertschätzung heimischer Produkte“, zeigte sich der Erste Landesbeamte überzeugt, der den Vertretern der einzelnen Betriebe – die im Übrigen alles schon mehrfach beim Aktionstag dabei waren – im Anschluss die entsprechenden Urkunden überreichte und sie dazu aufrief, sich auch weiterhin an der „Gläsernen Produktion“ zu beteiligen.

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