21.06.10
Medaillenregen für Sportler der Johannes-Diakonie Mosbach bei den Special Olympics National Games in Bremen
(Fotos: Peters)
Mosbach/Schwarzach/Bremen. „In jedem von uns steckt ein Held.“ So war es vom 14. bis 19. Juni in Bremen auf unzähligen T-Shirts, Postern und Plakaten zu lesen. Auch die 46-köpfige Mannschaft der Johannes-Diakonie Mosbach leistete bei den Special Olympics National Games wahrhaft Heldenhaftes: 15 x Gold, 17 x Silber und 12 x Bronze lautet die sportliche Bilanz. Das soll gefeiert werden: Beim großen integrativen Sportfest anlässlich des 100-jährigen Bestehens des TSV Schwarzach Badenia Schwarzach am 5. Juli in Schwarzach werden die Sportler noch einmal geehrt.
Bei den nationalen Olympischen Sommerspielen der Menschen mit einer geistigen Behinderung traten die Athletinnen und Athleten der Johannes-Diakonie in sieben verschiedenen Disziplinen an: Boccia, Fußball, Kanu, Schwimmen, Tischtennis, Bowling und Radrennen. Die Reitermannschaft musste ihre Teilnahme wegen eines Krankheitsfalls leider absagen.
[nggallery id=36] (Fotos: Annette Peters)
Am erfolgreichsten schnitt die Bowling-Mannschaft mit allein sechs Gold-, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen ab, vor den Radrennfahrern (4/3/4) und den Schwimmen (3/1/-). Die Boccia-Mannschaft erreichte zweimal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze, die Tischtennisspieler ergatterten dreimal Silber und zweimal Bronze. Die Kanuten holten viermal Silber. Den vom Verletzungspech verfolgten Fußballern blieb getreu dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“ nur der undankbare vierte Platz.
Wirklich enttäuscht war aber niemand, zu gut war die Stimmung in Bremen, das sich als perfekter Gastgeber erwies. Lediglich auf einen Höhepunkt musste man verzichten: den Sieg der DFB-Elf gegen Serbien. So sah man einzig bei den diversen „Public Viewings“ hängende Köpfe.
Insgesamt waren bei den Special Olympics 4.450 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland sowie den Gastländern Polen und Lettland am Start und mehr als 2.000 Volonteers im Einsatz. Den Sportlern aus der Johannes-Diakonie wurde die Teilnahme durch Spendengelder ermöglicht.