„Heiße Ausbildung“ für Waldbrunner Feuerwehrkameraden

Übung in der Brandübungsanlage der EnBW

(Foto: GVW)

Waldbrunn. (dw) Einmal pro Jahr hat jede Kommune in Baden-Württemberg die Möglichkeit, die Brandübungsanlage des EnBW Regionalzentrum Neckar-Franken kostenlos für Ausbildungszwecke in Anspruch zu nehmen, um ihren Feuerwehrmitgliedern die sogenannten „heiße Ausbildung“ zu ermöglichen.

Die 650-Jahr-Feier des Ortsteils Oberdielbach nahm die Gemeindeverwaltung zum Anlass und reservierte die Brandübungsanlage über das Jubiläumswochenende.

Aus Platzgründen musste die Brandübungsanlage jedoch auf dem Betriebsgelände der Maschinenfabrik Mosca AG in Strümpfelbrunn aufgestellt werden.

Bereits am Donnerstag vor den Jubiläumsfeierlichkeiten waren 14 Atemschutzgeräteträger aus Waldbrunn von Gesamtkommandant G. Veith auf das Betriebsgelände der Maschinenfabrik Mosca AG eingeladen.

Dort begrüßte H. Kaiser von der EnBW, der die Aufsicht über die Anlage hatte, alle Teilnehmer und gab noch verschiedene Informationen und technische Daten zum Brandcontainer.

H. Kaiser, der aus seinem Kommandostand über vier Kameras den Innenraum der Anlage beobachten konnte, verlangte den Feuerwehrmännern einiges ab. Bei den unterschiedlichen Brandsimulationen schossen im ca. 350 Grad heißen Innenraum plötzlich Flammen aus einem Bettgestell, eine Wand stand lichterloh in Flammen, an einem brennenden Gasverteilerkasten musste der richtige Hebel zum Abstellen gefunden werden, aus einem Stromanschlusskasten schlugen Flammen und dichter Rauch und plötzlich rollte eine Flammenwand (Flash-Over) über die Köpfe der Feuerwehrmänner hinweg. Um die psychische Belastung noch zu steigern, hörte man im Hintergrund Kindergeschrei und der Rückweg über eine Treppe fing ebenfalls immer wieder an zu brennen.

Nachdem die Atemschutzgeräteträger ihre Aufgaben erfüllt hatten und das Feuer im Innenraum gelöscht war, ging es ins Freie zur Nachbesprechung mit H. Kaiser und dem jeweiligen Gruppenführer.

Bei der Abschlussbesprechung bestätigte Gesamtkommandant Gerald Veith, die Gruppenführer und H. Kaiser den einzelnen Feuerwehrmännern hervorragende Leistungen.

Ein besonderer Dank galt den anwesenden Damen des DRK-Waldbrunn, Nathalie Preischl und Sarah Schneider, die bei diesem Anlass für die „Erste-Hilfe“ sorgten, sowie H. Kaiser von der EnBW, der auch schon an den Abenden zuvor auf dem Betriebsgelände der Mosca AG tätig war und für einen reibungslosen Ablauf sorgte.

Besonders erwähnte Kommandant Veith die Rolle der EnBW, die es den Feuerwehren und den Kommunen in Baden-Württemberg ermöglicht, solche Ausbildungen kostenlos in Anspruch zu nehmen und sich somit aktiv für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger des Landes engagiert.

ffw050710
Im Brandschutzcontainer der EnBW konnten die Waldbrunner Feuerwehrkameraden unter realen Bedingungen üben. (Foto: privat)

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen: