Turmschmuck glitzert in Odenwälder Sonne

10.08.10

Unser Bild zeigt Bauleiter Niemesch, Pfarrer Bier, Dr. Norbert Rippberger, Praktikant Christopher Mrosk und zwei Handwerker. (Foto: Walter Thier)

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Mudau. (lm) Es fällt auf, dass der „Käfig“ um den Turm der Mudauer Pfarrkirche St. Pankratius ein gutes Stück an Höhe verloren hat. Und der Grund dafür ist jetzt auch weithin sichtbar, denn er glitzert regelrecht in der Odenwälder Sonne – der neu sanierte Turmschmuck, bestehend aus einer Kugel mit siebzig Zentimetern Durchmesser, einem Kreuz und einem Hahn, der neben seinem neuen goldenen Kleid auch ein neues Kugellager erhalten, und damit seine reibungslose Beweglichkeit zurück bekommen hat.

Am vergangenen Montag wurde die fachmännisch sanierte Turmzier wieder an ihren Platz in schwindelnder Höhe von 45 Metern installiert, und zwar im Beisein einiger Zeitzeugen, die diese Höheluft und das enge Gerüst nicht scheuten. Neben Bauleiter Wolfgang Niemesch und den beteiligten Handwerkern hatten sich Pfarrer Werner Bier, Praktikant Christopher Mrosk und Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger an den fast höchsten Punkt der Kirchturmspitze begeben, um die Installation der Turmzier beobachtend zu begleiten. Schließlich ist die große goldene Kugel nicht nur Schmuck, sondern auch Chronik des Kirchturms mit wichtigen Dokumenten aus den Jahren 1907, 1923 uns 1973, die nun durch die aktuellen Daten von politischer und kirchlicher Gemeinde aus dem Jahre 2010 ergänzt wurden. Es war schon ein besonderer Moment für die Menschen in 40 Metern Höhe, zum einen diese Art „Turmkrönung“ zu erleben, die es wohl frühestens bei der nächsten Restaurierung in 40 Jahren wieder geben wird. Aber auch einmal einen so weiten Blick auf Mudau und sein Umfeld werfen zu können. Denn gleich nach der Installation des Turmschmucks wurde das Gerüst zurück gebaut.

Als nächstes steht vermutlich die Platzierung der ebenfalls sanierten Zifferblätter an, wobei die komplette Turmuhr ebenfalls total überholt und nach den Sandsteinsanierungsmaßnahmen am Turm wieder eingebaut wird. Es gibt noch einiges zu tun an der Kirche St. Pankratius. Der First und schadhafte Ziegel des Kirchendaches werden ersetzt und die Dauer der Kirchsanierung ist bis November veranschlagt. So lange wird es vermutlich auch dauern, bis man das Schlagen der Kirchturmuhr und das Geläut wieder weithin hören kann.

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