Am gesellschaftlichen Leben teilhaben

17.08.10

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Dritte Buchener Außenwohngruppe der Johannes-Diakonie eingeweiht

Gerne bereit für ein Gruppenbild mit den Brüdern Bronner bei der Einweihungsfeier waren (v.l.): die Betreuenden Hartmut Braun und Damona Wild, Kirsten Mißbach, Vater Erhard Bronner, Ingrid Camarena vom Betreuungsgericht, Manfred Amend, Norbert Bronner, Dr. Achim Brötel, Jürgen Bronner, Richard Lallathin und Marianne Holzwarth, stellvertretende Leiterin des Bereichs Wohnen der Johannes-Diakonie. (Foto: Dirk Adler)

Buchen. Jürgen und Norbert Bronner sind in Buchen bekannt wie zwei bunte Hunde. „Wir gehen gerne unter die Leute“, sagen die Brüder von sich. Entsprechend zahlreich sind die Gäste zur jetzigen Einweihung ihres neuen Zuhauses in Buchen gekommen. Ihr Daheim ist eine so genannte Außenwohngruppe. Hier unterstützen Mitarbeitende der Johannes-Diakonie Mosbach Menschen mit Behinderung dabei, ein möglichst selbstständiges Leben zu führen. Außenwohngruppen befinden sich mitten in Städten und Gemeinden. So können Bürger mit und ohne Behinderung zusammen am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Auch die Einweihungsfeier zeigte, dass dies gelingen kann.

Vor dem Mehrfamilienhaus sind Sonnenschirme und ein Pavillon aufgestellt. Auf dem Grill braten Würstchen. Limonade und alkoholfreies Bier stehen kühl. Bevor Norbert Bronner das Buffet eröffnet, macht Kirsten Mißbach die Gäste miteinander bekannt. Sie leitet das Buchener Wohnheim „Zum kleinen Roth“ der Johannes-Diakonie. Dessen Mitarbeitenden kümmern sich auch um die Bewohner der drei Außenwohngruppen in der Stadt.

„Fühlt ihr euch hier wohl?“ und „Habt ihr eine gute Nachbarschaft?“ möchte Manfred Amend, Leiter des Bereichs Wohnen der Johannes-Diakonie, von den Brüdern Bronner wissen. Sie zeigen sich mehr als zufrieden. Ein Nachbar von ihnen grillt an diesem Tag für die Gäste, und eine Mieterin hat für die Feier einen Salat zubereitet. Damit weiter Segen über dem Haus liegt, überreicht Pfarrer Richard Lallathin einen geistlichen Wandspruch. Mit „Guten Appetit“ lädt Norbert Bronner zum Buffet ein und achtet darauf, dass sich jeder Gast wohlfühlt.

„Die Bronners kennen wir schon lange aus den Buchener Werkstätten für behinderte Menschen“, erzählen Renate Dunkel und Helmut Paar beim Essen. Das Pärchen ist mit anderen Bewohnern des „Kleinen Roth“ vorbeigekommen. Seit über 20 Jahren arbeiten Jürgen und Norbert Bronner in den Werkstätten. Darauf sind sie stolz. Die Urkunden zum Beschäftigungsjubiläum haben sie gerahmt und in ihrer Wohnung aufgehängt. In der Freizeit sind die Brüder nicht weniger emsig und gesellig. „Dr. Achim Brötel kennen wir von Festen“, berichtet Norbert Bronner. Dort haben die Brüder ihn zu ihrer Einweihungsfeier eingeladen. Für die Bronners hat der Landrat dann auch Zeit gefunden, sich an diesem Tag privat dazuzugesellen.

Freudig führen die Brüder die Gäste durch ihre neue Wohnung. Norbert Bronner gefällt besonders die Küche, denn er kocht gerne. Bruder Jürgen achtet darauf, „dass alles schön sauber ist“. Auf dem Wohnzimmertisch stehen die Geschenke, welche die Gäste zum Einzug überreicht haben. Während die Brüder Bronner diese nach dem Fest auspacken, ist sich Betreuer Hartmut Braun sicher: „Auch heute wird es sie nicht zuhause halten.“ Zu gerne suchen die Brüder die Gemeinschaft mit anderen. Einmal richtig ausfliegen können die umtriebigen Brüder bald, denn sie dürfen bei einem Rundflug über die hiesige Region dabei sein. Dazu hat Pilot Dieter Hotz die Bewohner des „Kleinen Roth“ eingeladen, und die nehmen die Bronners gerne mit.

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