Grüne Resolution schlug hohe Wellen

19.08.10

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Kreistagsfraktion beantragt Prüfung von Alternativen für Bundeswehrangehörige

Neckar-Odenwald-Kreis. (cd) Hohe Wellen schlug in der Juli-Kreistagssitzung in Hardheim das Votum der Grünen Fraktion gegen die Resolution, die sich für den kompletten Erhalt der hiesigen Bundeswehrstandorte aussprach. Statt einer rückwärtsgewandten Strategie verlangten Christine Denz, Gabi Metzger, Simone Heitz und Dorothee Roos eine vorausschauende Kommunalpolitik mit langem Atem. Die Argumente zu den geopolitischen und (inter-)nationalen Veränderungen wurden in der Sitzung und bereits auch in der Presse dargestellt. Aktuell dazu haben die Grünen Mandatsträgerinnen einen Antrag an die Landkreisverwaltung gestellt, sich über ein Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft-Verwaltungen kundig zu machen, wie es bereits im Raum Würzburg besteht. Dort werden Kontakte aufgebaut und bestehende Strukturen genutzt, um dem Standortpersonal gegebenenfalls eine anderweitige  Berufsausübung zu ermöglichen.

Dazu sagte Fraktionsvorsitzende Christine Denz in der Fraktionssitzung in Aglasterhausen, dass Absichten zur Schließung von Bundeswehrstandorten bzw. zu deren personeller Reduzierung auch im Neckar-Odenwald-Kreis seit längerer Zeit bekannt seien. Jetzt würden sie konkretisiert. Unabhängig von zu fordernden Umstrukturierungshilfen durch den Bund seien der Landkreis und die Kommunen gefordert. Insbesondere durch die Berufsförderungsdienste der Wehrbereichsverwaltungen und ein kooperierendes Beratungszentrum können SoldatInnen bzw. Zivilbeschäftigte in die Wirtschaft und in Verwaltungen  (wieder)eingegliedert werden. Kreisrätin Simone Heitz fügte hinzu, dass der Bundesrepublik in nächster Zeit bekanntlich ein Fachkräftemangel ins Haus stehe, was man bundespolitisch evtl. durch Zuwanderung abmildern möchte. Die Landtagskandidatin Heitz brachte eine Alternative ins Spiel: „Es könnten auch ehemalige  Bundeswehrangehörige sein.“

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