Fieber-Epidemie in Hardheim

20.08.10

33 Q-Fiebererkrankungen im Ortskern

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Neckar-Odenwald-Kreis. Bei einer seit Anfang August überwiegend im Ortskern Hardheim beobachteten  Krankheitshäufung mit hohem Fieber, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und teilweise Lungenentzündungen handelt es sich um das so genannte Q-Fieber. Bei insgesamt nein Personen konnte bisher eine akute Q-Fieber-Erkrankung durch Bluttests vom Gesundheitsamt bestätigt werden. Bisher wurden dem Gesundheitsamt 33 Fälle von den Ärzten gemeldet.

Der Mensch infiziert sich bei dieser Krankheit meist über kontaminierte Stäube bei direktem oder indirektem Kontakt mit infizierten Tieren und deren getrockneten Ausscheidungen. Ansteckungsgefahr besteht bei Nutztieren der Landwirtschaft, aber auch bei Wildtieren. Das Q-Fieber ist eine Erkrankung, die von Tieren auf den Menschen übertragen wird. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht zu befürchten.

Q-Fieber äußert sich meist wie eine „Sommergrippe“ mit Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen. In schweren Fällen tritt eine Lungenentzündung auf. Das Gesundheitsamt rät allen Personen, die in Hardheim wohnen oder sich regelmäßig dort aufhalten und Symptome einer „Sommergrippe“ haben, ihren Arzt aufzusuchen. Durch eine Blutuntersuchung kann abgeklärt werden, ob es sich um Q-Fieber handelt. Zur Behandlung der Erkrankung stehen Antibiotika zur Verfügung. Die niedergelassenen Ärzte und umliegenden Kliniken sind informiert.

Zur den besonderen Risikogruppen zählen Schwangere und Personen mit Herzfehlern oder Herzklappenersatz. Hier ist die Gefahr für einen chronischen Verlauf der Krankheit deutlich höher. Personen aus dem betroffenen Gebiet, die den genannten Risikogruppen angehören, rät das Gesundheitsamt – auch wenn noch keine Symptome aufgetreten sind – ihren behandelnden Arzt oder Facharzt zu kontaktieren und sich auf Q-Fieber untersuchen zu lassen.

Das Gesundheitsamt und Veterinäramt untersuchen die Krankheitshäufung mit Unterstützung des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg. Erste Maßnahmen wurden bereits eingeleitet.

Fragen zu Q-Fieber beantwortet das Gesundheitsamt des Landkreises zu den üblichen Dienstzeiten (Montag bis Mittwoch 8.00-16.00, Donnerstag, 8.00-17.00 und Freitag 8.00-12.00 Uhr) unter der Telefonnummer 06261/84-2466. Weitere Informationen zu Q-Fieber enthält das Merkblatt des Robert Koch-Institutes unter Infektionskrankheiten: www.rki.de.

Ein kurzgefasstes Merkblatt zu Q-Fieber gibt es auf der Homepage des Landratsamtes www.neckar-odenwald-kreis.de.

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