Automobilzulieferer Reum ist insolvent

26.08.10

Hardheim/Mosbach. (pm) Der Automobilzulieferer Reum GmbH aus Hardheim hat vertreten durch die Geschäftsführer Petra Reum-Mühling und Rolf Ritter beim Amtsgericht in Mosbach Insolvenz angemeldet. Auf Betriebsversammlungen wurden die knapp 770 Beschäftigten von Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Marcus Winkler (BBL Bernsau Brockdorff Lautenbach Insolvenz- und Zwangsverwalter GbR) davon in Kenntnis gesetzt. Der Betrieb in vier Werken, das Hauptwerk mit 500 Mitarbeitern in Hardheim (Neckar-Odenwald-Kreis), die anderen in Calw, Trusetal und Groß-Gerau soll vorerst normal weitergehen.  Damit soll sichergestellt werden, dass der Kontakt zu Kunden bzw. Lieferanten nicht abreißt .

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Für Insider kam die Insolvenz des Unternehmens, das zuletzt 100 Mio. Euro im Jahr umgesetzt hatte, indessen nicht überraschend. Die Anzeichen hätten sich vermehrt, teilte ein Funktionär der IG Metall mit.

Die Reum-Gruppe war in der Vergangenheit nicht nur unternehmerisch tätig, sondern zeichnete sich auch durch außergewöhnliches soziales und kulturelles Engagement aus. So wurde besonders auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geachtet und mit einem betriebseigenen Kindergarten auch umgesetzt. Arbeiten des Grafikers Klaus Staeck sind Ausdruck des kulturellen Wirkens des Unternehmens.

Insolvenzverfahren eröffnet:
www.nokzeit.de/?p=6930

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