Vom Katzenbuckel in den Knast

27.08.10

Promi-Biker in der JVA Adelsheim – Justizminister Goll auf Motorradtour „für mehr Menschlichkeit“

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(Foto: Brauch-Dylla)

Adelsheim/Waiblingen. (bd) Auf Einladung des Waiblinger Landrats und DRK-Kreisvorsitzenden Johannes Fuchs war gestern ein bunt gemischter Kreis motorradfahrender Bürgermeister, Handwerker, Geschäftsleute sowie Verantwortlicher der Polizei und des Roten Kreuzes aus dem Rems-Murr-Kreis auf Info-Besuch in der Adelsheimer Jugendstrafanstalt. Im Mittelpunkt ihrer jährlichen Tour „Fahr mit (für) mehr Menschlichkeit“, steht für die Biker-Gruppe die Unterstützung sozialer Einrichtungen und die Sicherheit beim Motorradfahren. Unter den Bikern zum wiederholten Male auch Justizminister Ulrich Goll, der mit seiner BMW R 1200 R ins Bauland gekommen war.

Die Gruppe hatte unter seiner Vermittlung bereits vor einigen Jahren eine Einrichtung für 15 Jugendstrafgefangene, das Creglinger „Projekt Chance“, besucht. Dabei war der Wunsch aufgekommen, auch den „üblichen“ Jugendstrafvollzug kennen zu lernen, was nun bei einer fast dreistündigen Besichtigung geschah.

Die 34 Tour-Teilnehmer waren vom Katzenbuckel – dort hatte man in der „Turmschenke“ zu Mittag gegessen – mit Polizei-Eskorte ins Baulandstädtchen gekommen, wo Sie nicht nur von Anstaltsleiter Rainer Goderbauer, sondern auch von erstem Landesbeamten Martin Wuttke und Bürgermeister Klaus Gramlich willkommen geheißen wurden.

Nach Grußworten und thematischer Einführung in die Aufgaben der Anstalt wurde vor Ort der Unterkunftsbereich und der Vollzugsalltag vorgestellt sowie die Bandbreite und Konzeption der beruflichen Förderung der jungen Männer erläutert. Dass Gesehene und Gehörte beeindruckte die Besucher nachdrücklich, wie in den Fragen und Beiträgen der Abschlussbesprechung deutlich wurde.

Die Gäste hatten aber nicht nur Interesse am Erziehungsvollzug, sondern Landrat Fuchs hatte auch eine Spende für den „Bezirksverein für soziale Rechtspflege“ im Landgerichtsbezirk Mosbach mitgebracht. Dessen Vorsitzender, Richter Hendrik Gaude, dankte für die Unterstützung, die mithelfe die Jungen Gefangenen bei sportlichen und kreativen Aktivitäten, aber auch im therapeutischen Bereich wirksam zu fördern.

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