Vortrag zu „Gentechnikfreien Regionen“

Buchen. (ap) Gentechnik in der Landwirtschaft ist höchst umstritten. Von der Industrie und manchen Forschern wird sie als Wunderwaffe gegen den Welthunger oder als Ei des Kolumbus für umweltverträgliche Landwirtschaft gepriesen. Imker und Biobauern laufen Sturm gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen, Naturschützer befürchten eine Gefährdung der Artenvielfalt, die meisten Verbraucher und Landwirte lehnen sie ab. Während die Bundesregierung mit einer gentechnisch veränderten Kartoffel zum ersten Mal seit Bestehen der Bundesrepublik einen Markennamen in einem Koalitionsvertrag nennt, werden laufend neue gentechnikfreie Gemeinden, Landkreise und Regionen ausgerufen.

Mittlerweile gibt es bundesweit 203 Initiativen zu gentechnikfreien Regionen. Durch Selbstverpflichtungserklärungen der Grundeigentümer, Nutzer und Bewirtschafter wird sichergestellt, dass wissentlich keine gentechnisch veränderten Kulturen verwendet werden. In einigen Gentechnikfreien Regionen verpflichten sich die Landwirte im Bereich der Tierhaltung, keine GVO-haltigen Futtermittel einzusetzen. Durch die „Landliebe“Kampagne, alle Milchprodukte GVO frei zu erzeugen, sind auch hier im Kreis bereits viele Bauern verpflichtet, auf gentechnisch veränderte Futtermittel zu verzichten.
Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Vortrag zu Gentechnikfreien Regionen“ url=“https://www.nokzeit.de/?p=8969″] Auch Kommunen und Kirchengemeinden als Grundeigentümer treten als Befürworter gentechnikfreier Gegenden auf. 249 Kommunen erklären sich bundesweit für gentechnik frei. Die evangelische Kirche ist Eigentümer von 325.000 Hektar Fläche, die überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird. Durch entsprechende Pachtverträge wird der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auf großen Teilen der evangelischen Flächen bereits verhindert.

Solange die europäische Gesetzgebung und die Zulassungsbehörde nicht genügend Vertrauen erwecken können, werden Akteure im Land weiterhin von der Basis her mit der Gründung von gentechnikfreien Regionen, Kommunen, Kirchenland verhindern, dass es zu unkontrollierter Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) kommen kann.

Wer mehr dazu wissen will, ist herzlich eingeladen, den Vortrag des Agrarreferenten des BUND Landesverbandes Baden-Württemberg am Freitag, den 11.2.2011, um 20 Uhr im Prinz Carl in Buchen zu besuchen. Der Arbeitskreis Arbeit und Umwelt der SPD Buchen wird diesen Vortrag als Auftakt einer Veranstaltungsreihe zu dieem Thema durchführen.

Nähere Informationen dazu bei Amelie Pfeiffer, Tel. 06292/7500.

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