SPD – Georg Nelius (MdL)

Georg Nelius (SPD) aus Mosbach vertritt den Neckar-Odenwald-Kreis im Landtag. (Foto: privat)

Neckar-Odenwald-Kreis. Am 27. März 2011 wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Auch NOKZEIT will seine Leser umfassend über die Wahl, die Parteien und die Direktkandidaten im Neckar-Odenwald-Kreis informieren.

Aus diesem Grund haben wir eine Sonderseite eingerichtet. Darüber hinaus haben wir die Kandidaten angeschrieben und angeboten, sich in unserem Magazin den Wählern vorzustellen. Der Form und der Länge des Beitrags wurden dabei keine Grenzen gesetzt. Auch Fotos, Audiodateien, Videoclips usw. finden Raum sofern gewünscht. Außer NPD und REP, die für eine rassistische und undemokratische Politik der Ausgrenzung stehen, erhielten alle Direktkandidaten eine Einladung zur Vorstellung. Wir werden die Beiträge in der Reihenfolge Ihres Eingangs veröffentlichen.

Georg Nelius von der SPD setzt die Reihe heute fort:

Liebe politisch Interessierte!
Wer spürt es nicht: Baden-Württemberg ist in Bewegung. Die Gesellschaft in unserem Land, auch im Neckar-Odenwald-Kreis, verändert sich rasant.
Diese Veränderungen und Herausforderungen erzeugen nicht nur Glücksgefühle, sondern wecken auch Ängste und Sorgen. Ich nenne als Stichworte nur: Eurokrise, hohe Verschuldung der Kreise, Städte und Gemeinden, die Folgen des demografischen Wandels und auch hier möchte ich es ansprechen, wie geht es mit den Bundeswehrstandorten in Walldürn und vor allem Hardheim weiter? Welche Auswirkungen haben die Beschlüsse der schwarz-gelben Bundesregierung im Hinblick auf Reduzierung der Bundeswehr und die Aussetzung der Wehrpflicht?
Wichtige Fragen, für die es heute-scheinbar- noch keine seriösen und exakten Antworten gibt, die aber im Frühjahr dieses Jahres-ich vermute – nach der Landtagswahl- bekannt werden.
Eine düstere Stimmung ist in Deutschland und Baden-Württemberg dennoch nicht angebracht. Bei allem berechtigtem Optimismus sind jedoch noch viele Problemfelder mit großen Fragezeichen versehen.

Welche Fragen treiben uns vor den Landtagswahlen um? Vielleicht sind es diese Fragen.
Wie schaffen wir es, unserer Landwirtschaft ein auskömmliches Einkommen zu sichern, sie vor den Attentaten einzelner Futtermittelhersteller zu schützen und gleichzeitig bei den Verbrauchern die Einsicht zu wecken, dass gute Lebensmittel auch einen fairen Preis kosten müssen?

Wie schaffen wir es, unser Bildungssystem weiterzuentwickeln, ohne qualitativen Verlust mehr Chancengleichheit zu erreichen und eine flächendeckende Schulversorgung zu erhalten? Wie schaffen wir es, bei stagnierender oder gar rückläufiger Bevölkerung, die öffentliche Infrastruktur oder z.B. die Gesundheitsversorgung auch im ländlichen Raum zu sichern?

Wie schaffen wir es, die Verunsicherung der Beschäftigten in der Gesundheitswirtschaft, ich denke dabei auch an die in Altenheimen und Krankenhäusern, in Optimismus zu verwandeln? Wie schaffen wir es, einen wirtschaftlichen Strukturwandel einzuleiten, neue Technologien und innovative Branchen anzusiedeln und unsere Arbeitskräfte dafür zu qualifizieren? Wie schaffen wir es, die Menschen stärker in Entscheidungen mit einzubeziehen und ihren Bedarf an frühzeitiger Mitsprache und an direkter Einflussnahme zu stillen, ohne dabei die bewährten Elemente der repräsentativen Demokratie auszuhebeln?
Über all diese Fragen ließe sich nicht nur wegen der anstehenden Landtagswahl hervorragend diskutieren, sondern darüber wird von der neuen Landesregierung auch entschieden. Und ich denke, wenn man das weiß, können einem die Landtagswahlen am 27.März nicht egal sein.
Gute Arbeit, die Verankerung der Zukunftstechnologien im Land, eine Reform des Bildungswesens, die Sicherung der Gesundheitsversorgung in der Fläche, sichere kommunale Finanzen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien –
Das sind DIE Zukunftsthemen auch in Baden-Württemberg.

Sehr geehrte Wählerinnen und Wähler!
Auch die SPD hat die Begriffe wie Sicherheit, Gerechtigkeit und Fortschritt neu buchstabiert. Die Menschen wollen Sicherheit im Lebensalltag. Sie wollen Gerechtigkeit, indem nicht die kleinen Einkommen und Durchschnittsverdiener die Kosten der Finanz-und Wirtschaftskrise tragen, sondern die Verursacher. Und sie wollen Fortschritt im Sinne einer Wirtschaftsordnung, die ernst macht mit dem Schutz der Umwelt und die dem sozialen Zusammenhalt verpflichtet ist.
An dieser Stelle möchte ich auch um mehr Vertrauen in die Parteiendemokratie werben. Was wäre denn die Alternative? Abstimmen per Knopfdruck im Internet? Wahlen durch Umfragen ersetzen? Parteien durch Bürgerinitiativen ersetzen? Damit ich nicht falsch verstanden werde. Für mich sind das zwar wichtige Elemente im politischen Alltag, aber kein Ersatz für unsere Parteiendemokratie.
Ich bin mir sicher, dass es den demokratischen Parteien gelingen wird, die Probleme der Zukunft zu lösen.
Der Meinungsstreit zwischen Parteien, die Gegensätze zwischen Regierung und Opposition gehören zum Alltagsgeschäft und zeitigen sehr oft gute Ergebnisse, auch im und für den Neckar-Odenwald-Kreis.

Die CDU, seit Jahrzehnten von der Macht verwöhnt, glaubt immer noch, dass Baden-Württemberg ihr gehört. Sie vergisst aber dabei, dass über Jahrzehnte hinweg, auch Sozialdemokraten dazu beigetragen haben, dass es den Menschen in unserem Land gut geht. Ich denke dabei nicht nur an Friedrich Ebert, Carlo Schmid , Fritz Erler, Walter Krause und Erhard Eppler, sondern auch an Männer wie Kurt Wagner, Klaus Richter, Karlheinz Joseph, Fritz Raff und Gerd Teßmer.

Unser Land ist reif für einen Wechsel.
Unser Land braucht wieder mehr SPD.
Ich werde meinen Teil dazu beitragen zu:
mehr Gerechtigkeit im Arbeitsmarkt,
mehr Bildungsgerechtigkeit,
mehr innerer Sicherheit,
mehr Gerechtigkeit im Gesundheitsbereich,
mehr Bürgernähe.
Das gelingt nur mit der SPD!

Sie alle haben die große Chance, diesen Wechsel herbei zu führen.

Persönliches:
1949 geboren, ev., verheiratet, zwei erwachsene Söhne.
Nach Realschulabschluss 1966 fünf Jahre im Justizdienst tätig. Danach Wirtschaftsabitur 1973, Studium in Heidelberg. Seit 1977 Realschullehrer in Walldorf, Walldürn(1983-1989)und Mosbach(seit 1989).
Seit Jahrzehnten ehrenamtlich engagiert in der Jugend-und Vereinsarbeit(von1968-1974 Leiter des Zeltlagers in Michelbach). 16 Jahre lang Kirchengemeinderat. Seit 1984 Stadtrat, seit 1992 Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion Mosbach und Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Seit 1999 Mitglied des Kreistages und ehrenamtlicher Stellvertreter des Landrats. Seit 2007 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für den Ländlichen Raum und Mitglied im Petitionsausschuss.

Ich bin fest davon überzeugt, dass jede/r an ihrem/seinem Platz, egal ob in Verein, in der Kirche, in Parteien, oder als Wähler/in sich für unsere Demokratie engagieren muss.

Infos im Internet:
www.georg-nelius.de

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