Wasserstraße mit Steigerungspotenzial

CDU-Regionalverbandsfraktion: Verlängerung der Neckarschleusen auf ganzer Strecke notwendig

Metropolregion. (khn) Auf Grund sich widersprechender Pressemeldungen über den Ausbau der Neckarschleusen führte die CDU-Regionalverbandsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Roland Schilling und den CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Karl Heinz Neser (Neckar-Odenwald-Kreis) und Bruno Sauerzapf (Rhein-Neckar-Kreis) ein Gespräch mit dem Präsidenten der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest Heinz-Josef Joeris (Mainz) und der Amtsleiterin des Wasser- und Schifffahrtsamtes Mannheim Petra Herzog.

Diese wiesen darauf hin, dass der Güterverkehr in den nächsten 15 Jahren um 70 Prozent steigen wird, die Schifffahrt könnte 80 Prozent der Zuwachses aufnehmen, da die Wasserstraßen noch Potenzial haben. Die Wasserstraße sei ein ökologischer Verkehrsträger , beim Lkw seien die CO 2 –Emissionen fast fünfmal höher, ein Tankmotorschiff transportiere die gleiche Menge wie 82 Lkw’s oder 42 Tankwaggons. „Wer nicht noch mehr Staus oder Schienenlärm will, müsse für die Schifffahrt sein“. Rhein und Neckar stehen als Bundes-Wasserstraßen für den Transport von Schwer- und Massengütern sowie von Containern zur Verfügung.
Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Wasserstraße mit Steigerungspotenzial“ url=“//www.nokzeit.de/?p=10769„] Gerade im Hinblick auf die wachsende Bedeutung der Verkehrsachse Rotterdam-Genua und der sich abzeichnenden Verzögerungen beim Ausbau der Rheintalbahn ist für die CDU-Fraktion im Verband Region Rhein-Neckar die stärkere Nutzung der Wasserstraße notwendig. Der Neckar war früher einmal neben dem Rhein eine führende Wasserstraße und ist stark zurückgefallen. Dies soll durch eine Verlängerung der Schleusen auf 140 m geändert werden. Nach Auffassung der Gesprächspartner auf beiden Seiten, müsse eine Aufteilung der Sanierung und des Ausbaus der Neckarschleusen in ein Hauptnetz, für den Abschnitt Mannheim-Heilbronn und ein Ergänzungsnetz für den Abschnitt Heilbronn-Stuttgart, das lediglich Optimierungen vorsieht, und ein Nebennetz für die restliche Strecke bis Plochingen, wo überhaupt nichts mehr passiert, verhindert werden. Ein solch „gebrochener Verkehr“ auf dem Neckar sei dann nicht mehr rentabel und würde nur dazu führen, dass der Lkw-Verkehr zusätzlich steigt. Die Verlängerung der Schleusen komme auch der Fahrgastschifffahrt zugute und biete Chancen für den Tourismus am Neckar.
Die CDU-Regionalverbandsfraktion wird sich durch eine Initiative beim Bundesverkehrsministerium um die notwendige Sanierung und den Ausbau der Neckarschleusen auf der gesamten Strecke bemühen.

Bei der Aufstellung des einheitlichen Regionalplanes Rhein-Neckar 2020 ist beim Fachkonzept „Wasser“ der Ausbau bzw. die Ertüchtigung der Wasserstraßen besonders zu beachten, unter Berücksichtigung der Gewässerökologie und der Freizeitnutzung.

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1 Kommentar

  1. Nord/Südverkehr auch zu Wasser ausbauen!
    Dazu weise ich auf das umfangreichste Verkehrs- und Umweltprojekt in Europa hin, den AlpenKanalTunnel, d.h. ohne Räder und mit Wasserkraft unter den Alpen hindurch. Das ist das Konzept des Tirol-Adria-Projektes, einer überfälligen europäischen Antwort auf die Verlagerung der Wirtschaftsbeziehungen in die Länder östlich von Suez und auf den Klimawandel!

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