Umwelttag der Bundeswehr

von Liane Merkle

Soldaten und Kinder hatten ihren Spaß.

Seckach. „Wir sind sehr dankbar um diese Patenschaft und den schon traditionellen Umwelttag, bei dem wir uns in Seckach angenommen und willkommen fühlen“, so Hauptmann Jürgen Thoma, Kompaniechef des Walldürner Logistikbataillon 461, nach einem ausgesprochen erlebnisreichen Tag. Zusammen mit Hauptfeldwebel Jörn Fuhry und Stabsgefreitem Daniel Warkocz als Organisatoren des Tages waren rd. 20 Soldatinnen und Soldaten am Morgen des Umwelttages von Bürgermeister Thomas Ludwig im Seckacher Sägewerk Ühlein begrüßt worden. Hauptmann Thoma erläuterte, dass dieser sich besondere Tag ganz hervorragend in das neue Walldürner Projekt einfüge, bei dem die Soldaten/Innen aus den unterschiedlichsten Standorten kommend in 21 Monaten eine Aus- und Weiterbildung zum Bürokaufmann/-frau mit IHK-Abschluss durchlaufen. Der Umwelttag bereichere diese Ausbildung.

Und dieser Annahme ihres Kompaniechefs konnte die Truppe bereits nach der lehrreichen Sägewerk-Führung durch Johann Müller vom Landesschulzentrum für Umwelterziehung geschlossen beipflichten. Johann Müller erläuterte im Rahmen des Internationalen Jahres des Waldes nicht nur Funktion von Holz- und Sägeplatz sowie Maschinenhalle, sondern ging zusammen mit Martin Ühlein auch fachkundig auf Verwendungsmöglichkeiten der verschiedenen Holzarten und Nebenprodukte wie Sägemehl, Holzhackschnitzel usw. ein.

Dann wurde es auch für die jungen Bundeswehrler so richtig aufregend, denn man traf bei der Seckacher Grillhütte mit 29 quirligen Kindern des Schul-Schulkindergartens St. Theresia und des Zimmerner Kindergartens „Haus Sonnenschein“, um mit Revierleiter Armin Walzel zur Waldexkursion aufzubrechen. „Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell Kinder und Soldaten bei den Kennenlernspielen ein recht intensives Vertrauensverhältnis aufbauen“, resümierte Revierleiter Walzel. Dennoch war es gut, mit Kathrin Jünnemann, Gaby Felch, Silke Jaufmann-Dörsam, Kerstin Köpfle und 3 Praktikantinnen auch noch „Kiddy-Fachpersonal an Bord“ zu haben. Schließlich sind „gefühlte 40“ Kinder für die Bundeswehrsoldaten sehr unbekanntes Einsatzgebiet. Dennoch hatten wirklich alle jede Menge Spaß bei dem hervorragend vorbereiteten Waldparcour, der mit „Slackline“, Pirschpfad, Baumtelefon oder Waldhandy, Flußüberquerung mit Hilfe von Holzscheiben und Schatzsuche nicht nur viel Wissenswertes in Sachen Waldtiere, Umgang mit Natur, Physikalische Phänomene, sondern auch einen reichen Schatz für die zwischenmenschlichen Beziehungen vermittelte.

Da wurde mit ausgesprochen viel Gaudi Balance und Geschicklichkeit ebenso trainiert wie Ruhe bewahren, Aufmerksamkeit für die Umgebung, gegenseitiges Vertrauen und Teamgeist. Und spätestens beim gemeinsamen Grillen an der Grillhütte des Kinder- und Jugenddorfes Klinge konnte Bürgermeister Thomas Ludwig feststellen, da haben sich dicke Freundschaften zwischen den Soldaten/Innen und „Ihren“ Kindern entwickelt.

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