Seckach verabschiedet Bauhofmitarbeiter

von Liane Merkle

Verabschiedung Unser Bild zeigt Waldemar Feh  mit Ehefrau Emma, Bürgermeister Thomas Ludwig, Hauptamtsleiterin Doris Kohler, Bauhofleiter Wolfgang Blatz sowie dessen Vorgänger.

Seckach. Mit der Verabschiedung des langjährigen Bauhofmitarbeiters Waldemar Fehr nach über 19 Jahren im öffentlichen Dienst in den Ruhestand, würdigte Bürgermeister Thomas Ludwig im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung und im Beisein zahlreicher aktiver und ehemaliger Kollegen dessen Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein in den verschiedensten Bauhoftätigkeiten mit einem Präsent und dem Ehrenteller der Gemeinde Seckach sowie Emma Fehr mit einem Blumenpräsent für die unerlässliche Stützte „im Stillen“.

Grundlage für den „Allrounder“ Waldemar Fehr waren seine vierjährige Ausbildung zum „Gruben-Elektroschlosser für die Wartung der Bereichs-, und Stationärausrüstung, der Automatik und Funkgeräte“ in Kasachstan und vor allem seine Leistungsbereitschaft und seine hervorragenden menschlichen Qualitäten. Denn gerade bei besonders anstrengenden Arbeiten sei er immer in vorderster Front aktiv gewesen. Wie schwer ihm sein aus gesundheitlichen Gründen notwendiger Ruhestand gefallen ist, zeigten seine bewegten Dankeswort. Darüber hinaus sorgte Waldmar Fehr mit seiner Bereitschaft, auch weiterhin bei Schwierigkeiten zur Verfügung zu stehen, schon selbst dafür dass ihm der Ruhestand nicht zu ruhig wird. Auch Bauhofleiter Wolfgang Blatz sowie dessen Vorgänger im Amt Alois Fischer und Adolf Pfaff dankten dem „Frischling in Sachen Ruhestand“ im Namen der Kollegen mit einem Präsent und nahmen sein Hilfsangebot gerne an: „Jetzt hast Du ja sicher ein wenig mehr Zeit“.


Die Sanierung und Neugestaltung der Ortsmitte im Seckacher Ortsteil Zimmern nimmt langsam konkrete Formen an. Basierend auf einem Grobanalyse-Vorkonzept durch Ortsplaner B. Kuk für diesen Altortbereich im September 2007 wurde inzwischen durch das Regierungspräsidium Karlsruhe eine 50%-ige Förderung im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum in Aussicht gestellt. Gleichzeitig signalisierte der Zimmerner Ortschaftsrat eine bürgerschaftliche Beteiligung, die mit 10 Prozent der förderfähigen Ausgaben bewertet werden. Als Zielvorstellung dieser Ortskernsanierung sieht man seitens des Gemeinderates dabei eine Wohnattraktivitätssteigerung im Altort. Zahlreiche Leerstände von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden sowie mangelnde Unterhaltung ungenutzter Nebengebäude würden die rückständige Wohnqualität in dieser Kernzone dokumentieren. Bürgermeister Thomas Ludwig: ,,Aufgrund der sich zurückentwickelnden Bautätigkeit in Zimmern und einer sinkenden Einwohnerzahl ist die Dringlichkeit zum Handeln offensichtlich“.

Aus diesem Grund hatte man im Herbst vergangenen Jahres einen Förderantrag als ,,Kleine Sanierung“ gestellt. Dieser beinhaltete eine Neuordnung der Ortsmitte Zimmern im Altquartier Brückenstraße, Banngasse, Dekan-Blatz-Straße mit dem entsprechenden Erwerb von Grundstücken und Gebäuden. Im Rahmen eines ersten Bauabschnittes soll eine Entkernung mit Funktionsverbesserungen sowie eine Platzgestaltung mit Bodenerneuerung erfolgen. Sogar eine moderne Backstube im “historischen Gewand“ seien hier denkbar.

Durch das Büro IFK-Ingenieure wurden hierfür Gesamtkosten in Höhe von 463.500 Euro errechnet. Der Gemeinderat stimmte nun der Ausführungsplanung für den 1. Bauabschnitt zu und beauftragte die Gemeindeverwaltung mit dem Erwerb der erforderlichen Teilflächen mit anschließenden Abbrüchen der Gebäude.

Wie H. Kuk betonte, werden durch die Abrisse keine neuen Bauplätze geschaffen, dafür aber die Wohnqualität der bestehenden Bauten deutlich erhöht. Gleichzeitig soll die Ausschreibung für die Straßenbaumaßnahmen in der Dekan-Blatz-Straße, Brückenstraße und Neuer Weg sowie für die Gestaltung der beiden kleinen Plätze durchgeführt werden. An den Ortschaftsrat Zimmern erging die Aufforderung, dem Gemeinderat bezüglich des Gewölbekellers  und dessen erforderlicher Überdachung baldmöglichst Gestaltungsvorschläge vorzulegen.

Bereits seit knapp zwei Jahren befasst sich die Bürgerschaft des Ortsteils Großeicholzheim im Rahmen von drei Arbeitskreisen Technik, Genossenschaft und Öffentlichkeitsarbeit mit den Voraussetzung des Baus eines Nahwärmenetzes und Gründung einer Genossenschaft. Hierbei geht es um eine neue Infrastruktur zur Versorgung des Ortes mit Nahwärme. Konkret bedeutet dies eine Nutzung der überschüssigen Abwärme der Biogasanlage in der Bannholzsiedlung mittels einer Zusatzheizung für die Spitzenlast, um so mit einem entsprechenden Leitungsnetz (5.300 Meter) den Ortsteil Großeicholzheim (Schlossgartenhalle, Grundschule und Kindergarten) mit Wärme zu versorgen.


Der Gemeinderat nahm nun den Sachstandsbericht und die vorgelegten Kalkulationen von Bauamtsleiter Roland Bangert zu dieser Maßnahme zustimmend zur Kenntnis und beschloss nach den Ausführungen von Ortsvorsteher Reinhold Rapp über das „Wie“ mittels einer Genossenschaft, dass die Gemeinde Seckach Mitglied dieser zu gründenden Genossenschaft wird. Gleichzeitig wurde der noch zu gründenden Genossenschaft das Recht erteilt, Leitungen kostenlos in gemeindeeigene Wege und Grundstücke einzulegen. Der erste Wärmeverkauf soll nach Willen der Verantwortlichen im Winter 2012/13 erfolgen, klar ist jedoch, dass die Realisierbarkeit von der Beteiligung der Bürger abhängig ist.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt befürwortete das Gremium den Einbau einer Treppenliftanlage im gemeindeeigenen Ärztehaus in der Mittelgasse 20, vom Erdgeschoss zur Arztpraxis im Obergeschoss. Die Kosten hierfür in Höhe von rd. 10.500 Euro sollen im Haushalt 2012 eingestellt werden.

Kämmerer André Kordmann erläuterte den Sachstand zur Einführung der gesplitteten Abwassergebühr. Demnach werden die Erhebungsbögen für die einzelnen Grundstück voraussichtlich Mitte nächsten Jahres erstellt. Doch vor müssten die Bemessungs- und Versiegelungsfaktoren festgelegt werden.

Nach seiner Entscheidung für das vorgeschlagene 3-Stufenmodell (nähere Informationen sind bei der Gemeindeverwaltung erhältlich) beschloss der Gemeinderat die Annahme von Spenden. So für die Ausrichtung des ,,RIO-Unternehmerstammtisch“ in Höhe von 1.500 Euro und für das Feuerwehrwesen in Höhe von 100 Euro.

Abschließend wies Bürgermeister Ludwig noch auf den Kinder- und Familientag am Samstag, 1. Oktober ab 15 Uhr in der Schule des Kinder- und Jugenddorfes Klinge, das Kreiserntedankfest am Sonntag, 2. Oktober ab 13.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Zimmern, den Frauen- und Mädchentag am Dienstag, 4. Oktober ab 18 Uhr in der Seckachtalhalle und den Historikertag am Samstag, 14. Oktober ab 14 Uhr in der Tenne des Wasserschlosses in Großeicholzheim hin. Diese Veranstaltungen finden im Rahmen der Neckar-Odenwald-Tage statt. Bürgermeister Ludwig sprach ausdrücklich sein Lob aus für die Organisatoren und Veranstalter des Seckacher Sommerferienprogramms mit der FG Seggemer Schlotfeger an der Spitze, in dem insgesamt 417 Kinder betreut wurden. Weiter gab er bekannt, dass Sendebeginn an dem neuen Sendemasten der Telekom in Zimmern am 23. September war.



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