10 Jahre auf Vleugelsorgel im Erftaldom

Teil 1 – Die Jahre 2002 bis 2006

(Grafik: privat)

Werbung

Hardheim. (bb) Bei der Vorstellung des neuen Programmflyers für die Orgelkonzerte auf der Vleugelsorgel im Hardheimer Erftaldom verwies der Freundeskreis Erftaldomorgel Hardheim darauf, dass im Jahre 2012 das 10-jährige Jubiläum der Konzertreihe begangen wird.

In dieser Zeit kamen 27 Orgelkonzerte mit nahmhaften Organisten aus Deutschland und aller Welt zur Aufführung. Das kulturelle Leben Hardheims bekam ein Markenzeichen, das weit über die Grenzen des Neckar-Odenwald-Kreises und der Region bekannt ist.

Hinweise zu den Orgelkonzerten befinden sich in überregionalen Zeitungen, in Fachzeitschriften und im Internet. Und so freut sich die katholische Kirchengemeinde und der Freundeskreis, dass neben einem regelmäßigen Besucherstamm auch Freunde der Orgelmusik und der großen Hardheimer Erftaldomorgel aus ganz Deutschland eine lange Anreise auf sich nehmen um weltbekannte Organisten und interessante Konzertprogramme zu erleben.

Eine Chronik der Orgelkonzerte ist anhand von Presseberichten auf der Website www.erftaldomorgel.de nachzulesen.

Bernhard Berberich, als Sprecher des Freundeskreises „Erftaldomorgel“  stellt aus Anlass dieses Jubiläums in zwei Artikeln die Geschichte der Orgelkonzerte, die Organisten und auftretenden Künstler sowie die jeweils zur Aufführung gekommenen Highlights vor.


Teil 1: Die Jahre von 2002 bis 2006
Nach der Renovierung der Orgel durch die Orgelmanufactur Vleugels,  im Jahre 2001 eröffnete der große tschechische Meister der Orgelimprovisation Petr  Eben die Konzertreihe und trug sich sogar in das goldene Buch der Gemeinde Hardheim ein.

Im Juli des gleichen Jahres kam ein Orgelkonzert von Prof. Douglas E Bush, Utha, USA zur Aufführung. Die koreanische Organistin Yang-Hee Yun begeisterte im Sommer 2003 das Publikum in der Hardheimer Pfarrkirche. Den absoluten Besucherrekord erlebte die Konzertreihe 2004 als Ex-Bundesminister Norbert Blüm eigene Texte zu Saint-Saëns „Karneval der Tiere“ rezitierte und die Organisten Christian Weiherer und Norbert Düchtel aus München mit den musikalischen Improvisationen zu den Texten über 800 Zuhörer begeisterte.  Ebenfalls 2004 führte Professor Dr. Michael Hartmann vom Richard-Strauss-Konservatorium München die Orgelfreunde auf eine „Europäische Orgelreise“ die erstmals von einer Videoprojektion auf Großleinwand begleitet wurde. Mit „standing ovations“ wurde der Kirchenmusiker Johannes Mayr für sein außergewöhnliches Konzert bedacht als er Fritz Langs Stummfilm „Der müde Tod“ aus dem Jahre 1921 auf der Orgel begleitete.
Ein spektakuläres Konzert mit Mundharmonika und Orgel mit Alice Duková und Pfarrer Ulrich Müller-Froß kam im April 2005 zur Aufführung. Die Glocken der Pfarrkirche St. Alban läuteten an einem Sonntagabend im Oktober 2005, nicht, um einen Gottesdienst anzukündigen, sondern um zu einem ganz besonderen Ereignis in den Erftaldom einzuladen:


Der weltbekannte Organist Alexander Fiseisky (Russland) spielte die Vleugels-Orgel. Im Februar 2006 begeisterten Professor Norbert Düchtel und Christian Weiherer mit faszinierenden vierhändigen und vierfüßigen Orgelinterpretationen bekannter Orchesterwerke.Das „Doppeljubiläum 100+60“ im Jahre 2006 war auch Anlass für das Gárdonyi-Portraitkonzert: Zoltán Gárdonyi (1906 bis 1986). Der in Budapest geborener Komponist und Leiter der Abteilung für protestantische Kirchenmusik an der Hochschule seiner Heimatstadt, wäre 2006 hundert Jahre alt geworden. Sein Sohn Zsolt Gárdonyi (geboren 1946), Professor für Musiktheorie an der Würzburger Hochschule für Musik, feierte am 21. März seinen 60. Geburtstag.

Den ersten Teil des Konzertprogramms füllten zwei Werke von Zoltán Gárdonyi aus – die Partita „Veni creator spiritus“ (Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist) und eine Fantasie für Violine und Orgel. Das „Introduzione“ (Largo) machte mit kräftigem Forte, das im Wechsel zu zartem Piano stand, den Auftakt der sinfonisch angelegten Variationen über den altkirchlichen Pfingsthymnus. Die Klangvielfalt und Klangfülle der von Kirchenmusikdirektor Michael Saum (Heilbronn) gespielten Vleugels-Orgel und die strahlenden Klänge der vom Startrompeter des hessischen Staatstheaters Kassel, Michael Kübler, zur instrumentalen Bereicherung geblasenen Trompete durchfluteten beim Konzert im Oktober 2006 den weiten Kirchenraum des Erftaldomes.

In dem Turmzimmer des Erftaldoms, hinter der Orgel befindet sich auch das Plakatarchiv. Hier finden interessierte Orgelfreunde alle Plakate der Orgelkonzerte mit persönlichen Signaturen der Künstler. Seit dem ersten Orgelkonzert wird auch ein Gästebuch mit persönlichen Widmungen und Einträgen der an den Konzerten beteiligten Organisten, Rezentanten und Musiker der Begleitinstrumente geführt. Im zweiten Teil des Jubiläumsberichtes – in Kürze auf NOKZEIT – werden die Konzerte von 2007 bis 2011 vorgestellt. Infos im Internet: www.erftaldomorgel.de

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: