Schifffahrtssperre wegen Hochwasser

Höhere Abflüsse im Neckar werden zur Überschreitung des höchsten schiffbaren Wasserstandes führen. Das Personal des Wasser- und Schifffahrtsamtes steuert die Wehre, um den ordnungsgemäßen Abfluss zu sichern. (Foto: WSA)

Heidelberg. (wsa) Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg teilt mit, dass im Laufe des Abends mit der teilweisen Einstellung der Schifffahrt auf dem Neckar zwischen Heidelberg und Hirschhorn zu rechnen ist. Die Schifffahrt wird zuerst an den Schleusen Heidelberg, Neckargemünd und Hirschhorn aus Sicherheitsgründen eingestellt, da hier die Hochwassermarken erfahrungsgemäß als erstes überschritten werden. Grund für die Sperrung ist zum Einen die Zunahme der Strömung, die die Navigation für die Schifffahrt sehr gefährlich macht und zum Anderen der Schutz der Ufer sowie die durch steigende Wasserstände reduzierten Durchfahrtshöhen unter den Neckarbrücken. Bei weiterer Zunahme der Abflüsse folgen alle anderen Stauhaltungen mit einer Überschreitung des höchsten schiffbaren Wasserstands (HSW). Derzeit befinden sich 15 Frachtschiffe im Streckenbereich zwischen Mannheim und Heilbronn, die von der Hochwasserwelle gestoppt werden könnten.

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Wir erleben derzeit eine Hochwasserwelle, die zwar die Schifffahrt ausbremst, aber für die Neckaranlieger noch kein größeres Problem darstellen dürfte“ so Rüdiger Englert, stellvertretender Amtsleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg.

Das Personal des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg steuert zurzeit alle 12 Wehranlagen zwischen Mannheim und Heilbronn. Diese Aufgabe, die in Fachkreisen Wasserführung genannt wird, hat beim Betrieb und der Unterhaltung der Staustufen höchste Priorität, damit es im Hochwasserfall zu keinen außerordentlichen Überflutungen entlang des Neckars kommt.

Probleme bei der Wasserführung bereiten vor allem Treibholz und Geschwemmsel, das die Steuerung der Wehre behindern kann. Verklemmt sich ein Baumstamm, so muss dieser durch die Fachleute des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg entfernt werden, um sicherzustellen, dass die Wehrverschlüsse gefahren werden können.

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