FFW Seckach wird kleiner

Symbolbild - Sonstiges

Personalstärke erstmals unter 100 Kameraden

von Liane Merkle

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Übernahme in die Wehr (von links): Steffen Wallisch, Timo Schmitt, Roland Bangert, Markus Ühlein, Norbert Richter.

Seckach. „Wir gehen personaltechnisch einer problematischen Zeit entgegen. Erstmals ist die Stärke der Gesamtwehr in Seckach unter 100 Personen gesunken“. So Gesamtkommandant Roland Bangert als mahnender „Fingerzeig“ in Richtung einer zukunftsträchtigen Einsatzbereitschaft der Gesamtwehr aber auch der einzelnen Abteilungswehren.

Deutlich wurde dies im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Seckacher Abteilungswehr im Gerätehaus, zu der Abteilungskommandant Steffen Wallisch neben den Mitgliedern aus der aktiven Wehr auch Kameraden der Alters- und Jugendwehr sowie Ehrenkommandant Erich Krahn, Bürgermeister-Stellvertreter Norbert Richter und Marco Aumüller als Vertreter der örtlichen Vereine begrüßen konnte. Sein Dank galt eingangs allen Anwesenden, die sich für die Belange der Abteilungswehr engagiert und hatten, besonders aber der Gemeinde für die harmonische Zusammenarbeit im Berichtszeitraum.

Nachdem Stefan Krahn das Protokoll der letztjährigen Jahreshauptversammlung verlesen hatte, ging der Abteilungskommandant auf die Inhalte und Aktivitäten des vergangenen Jahres ein.  So wurden 24 Übungsabende abgehalten, in denen auch sämtliche Feuerwehrgeräte, Löschwasserbehälter und Hydranten auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft wurden. Kritisch äußerte sich Steffen Wallisch hinsichtlich der Teilnahme an den Übungsabenden, die durchaus noch ausbaufähig sei.


Teilgenommen hatte man an zwei Alarmübungen in Großeicholzheim und Seckach. Zudem fand eine Übung im Kindergarten Seckach statt, in die auch die Kinder sowie Erzieherinnen mit eingebunden waren.

Im Berichtszeitraum hatte die Abteilungswehr 45 Einsätze zu verzeichnen, die drei Kleinbrände, einen Mittelbrand, sieben technische Hilfeleistungen, zwei Tier-/Insekten-Einsätze und 32 sonstige Einsätze mit Feuerwehrsicherheitswachen in der Seckachtalhalle beinhalteten.

Die Personalstärke der Seckacher Wehr betrage derzeit 32 Aktive (davon drei weibliche), vier Angehörige in der Jugendwehr und acht Kameraden in der Alterswehr.

Als Ausbildungsstand nannte der Abteilungskommandant 32x Grundausbildung, 21x Maschinist, 17x Truppführer, 28x Sprechfunker, 14x Atemschutzgeräteträger, 7x Gruppenführer, 1x Zugführer und 10x Fahrerlaubnis C/C-E.

Den Lehrgang Truppmann 2 hatten Marco Aumüller, Matthias Schwing, Kristian Antunovic und Daniel Thomaier, die Grundausbildung Truppmann 1 Timo Schmitt und Markus Ühlein, den Truppführer Marco Aumüller, Matthias Schwing, Kristian Antunovic und Daniel Thomaier und den Sprechfunker Timo Schmitt und Markus Ühlein absolviert.

Teilgenommen hatte man auch an Informationsveranstaltungen zur Beschaffung eines neuen Hydraulikaggregates und einer Rettungsschere. Alle Mitglieder der Einsatzabteilung seien mit digitalen Meldeempfängern ausgerüstet und die analogen Geräte seien nach jahrzehntelangem Gebrauch eingezogen worden.

Als überfachliche Aktivitäten nannte Steffen Wallisch das Maibaumstellen, der Besuch von Kindergartenkindern, Umzugsbegleitung am Fasching, Parkplatzdienste, Martinsumzug, Straßenfest und Sommerferienprogramm.

Zur Aufbesserung der Abteilungskasse wurden eine Christbaum-, drei Altpapier- und zwei Schrottsammlungen durchgeführt. Ein Ski-Wochenende, die Teilnahme an Veranstaltungen im hiesigen Bereich sowie bei der Partnerwehr in Reichenbach, Jahresabschlussabend und Kameradschaftsabende rundeten das Berichtjahr ab.

Bernhard Korger berichtete in seiner Funktion als Jugendwart, dass mit nur vier Mitgliedern eine sinnvolle Jugendarbeit derzeit nicht möglich sei und man dringend für Nachwuchs werben müsse.

Im Anschluss konnte Manfred Pitz als Kassenwart über eine zufrieden stellende Finanzausstattung berichten, dem Erich Krahn als Kassenprüfer eine wie immer korrekte Kassenführung bescheinigte. Als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit erteilten die Mitglieder auf Antrag von Norbert Richter der gesamten Vorstandschaft einstimmig Entlastung.

Gesamtkommandant Roland Bangert oblag es dann, Markus Ühlein und Timo Schmitt in die Aktivenwehr zu verpflichten. Aufgrund der vorherrschenden Kameradschaft und des guten technischen Ausbildungsstand war es den Grußwortrednern nicht bange um die Zukunft der Wehr, zumal die Gemeinde auch weiterhin alles unternehmen werde, die Ausrüstung auf dem neuesten Stand zu halten.

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