JBO Waldbrunn mit neuer Qualität

Waldbrunn. Scheinbar hat ein besonderer Hauch nicht nur der Region und der Landschaft rund um den Katzenbuckel seinen Namen gegeben, auch den Nachwuchsbläsern des Jugendblasorchesters Waldbrunn (JBO) entströmte beim traditionellen Winterkonzert in der Schulturnhalle in Strümpfelbrunn ein besonderer Hauch. Anders ist es nicht zu erklären, dass im Freien vor der Halle der „Winterhauch“ seinem Namen stürmisch alle Ehre machte und für zum Frösteln brachte, während der Atem der jungen Musiker in der Halle dafür sorgte, dass ein begeistertes Publikum vom Talent der Waldbrunner Jungbläser überzeugt werden konnte.

Dass Dirigent Thomas Schäfer mit seiner Arbeit auf dem richtigen Weg ist und dabei das JBO zu neuer Qualität führt, zeigte sich auch am Publikumsinteresse, mussten die Organisatoren doch noch schnell zusätzliche Stühle herbeischaffen, um allen Freunden der Blasmusik an diesem Abend eine Sitzgelegenheit zu bieten und vollbesetzt eine musikalische Reise zu den britischen Inseln starten zu können.

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Dass man nicht nur in der „Orchester“-Breite gut aufgestellt ist, bewiesen die Solisten Lukas Bachert (Tenorhorn) bei dem Lied „Großvaters Uhr“ von Georg Doughty und Simone Scholl und Lena Backfisch, die mit ihren Querflöten die sphärischen der „Celtic flutes“ durch die Winterhauch-Halle schweben ließen.

Den Startschuss zur Klangreise setzte das Kinderorchester, das ebenfalls unter der Leitung von Thomas Schäfer bewies, dass man sich beim JBO auch um die eigene Zukunft sorgt und bereits frühzeitig den Nachwuchs pflegt, der immer wieder aus dem Kinderorchester den Sprung ins „große“ Ensemble schafft. Mit „Californian Dreamin`“ verabschiedete sich das Kinderorchester.

In einer kurz gehaltenen Begrüßung berichtete der Vorsitzende Peter Betzin, dass man sich auch in Kooperation mit der Winterhauch-Schule um Nachwuchs bemüht, betreue man doch aktuell 20 Kinder in einer sogenannten Bläserklasse.

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Die geehrten Musikerinnen mit dem Vorstandsteam Peter Betzin (re.), Mathias Back (2.v.li.) und Falk Böhme (li.). (Foto: Hofherr)

Gewohnt gekonnt führten anschließend wieder Julia Betzin und Elena Range durch das kurzweilige Programm, das wie bereits angeklungen, zu einer musikalischen Reise auf die britischen Inseln einlud. Neben traditionellen und geistlichen Klängen wie „Amazing Grace“, der nordirischen Nationalhymne „Londonderry Air“ gab das JBO auch Märsche (Pomp und Circumstance“ und Tänze zum Besten. Eine besondere Überraschung gab es bei dem Stück „Lord oft the Dance“, als mit Kathrin Roos, Maria Schönig und Jenny Ullrich drei hervorragenden Tänzerinnen die Musik mit ihren Tänzen untermalten. Alle drei kommen von der Ballettschule Eva Holzschuh in Mosbach und sorgten für eine solche Begeisterung, dass eine Zugabe unausweichlich war.


Auch das Orchester wurde nach frenetischem Beifall nicht ohne Zusatzschichten entlassen. Als Zugabe gab es einen weiteren Tanz, bevor man die britischen Inseln verließ und als letzte, schon traditionelle Zugabe das „Badner Lied“ intonierte, um damit den Großherzoglichen Hoheiten Prinzessin Marianne und Prinz Ludwig zu Baden, die im Publikum saßen, Tribut zu zollen.

Wie gewohnt wurden auch bei diesem Winterkonzert wieder Mitglieder des JBO Waldbrunn ausgezeichnet.

Für ihre 20-jährige Mitgliedschaft wurden Lisa-Maria Keßler und Nicole Stephan ausgezeichnet. Aus den Händen des Präsidenten des Blasmusikverbands Odenwald-Bauland Gerhard Münch erhielten Vanessa Back, Julia Betzin und Elena Range das Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber. Jana Schork erhielt dieses Abzeichen in Bronze.

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Unter der Leitung von Thomas Schäfer bewies das JBO Waldbrunn sein Leistungsvermögen. Dies will man auch im nächsten Jahr beim Bundeswettbewerb in Chemnitz unter Beweis stellen, wofür noch Sponsoren gesucht werden. (Foto: Hofherr)

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