Fehlervermeidung und Patientensicherheit

Hohe Priorität an den Neckar-Odenwald-Kliniken

Mosbach/Buchen. (pm) Darf es in einem Krankenhaus überhaupt Fehler geben? Sind Mitarbeiter, die Fehler oder Beinahefehler machen, tragbar? Die Patienten und Mitarbeiter der Neckar-Odenwald-Kliniken sagen überwiegend: „Nein“. Dennoch arbeiten auch an Kliniken Menschen, die, wie jeder andere Berufstätige, nicht frei von Fehlern sind. Die Neckar-Odenwald-Kliniken setzen deshalb besondere Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen zur Vermeidung von Fehlern ein. Außerdem gibt es an den Kliniken in Buchen und Mosbach seit einem Jahr mit dem „Critical Incident Reporting System (CIRS)“ ein elektronisches Meldesystem für „Beinahefehler“: Mitarbeiter können über ein klinikinternes elektronisches System (Intranet) beinahe begangene Fehlern anonym melden. Diese Meldungen werden dann ausgewertet und offen thematisiert. Geschäftsführer Andreas H. Duda: Das System gibt uns die Chance, aus beinahe gemachten Fehlern zu lernen, Fehlerquellen zu beseitigen und auf hohem Niveau die Patientensicherheit noch weiter zu steigern. Dabei geht es in keiner Weise um eine ‚Selbstanzeige’ von Einzelnen, sondern einzig um das allseitige Freilegen und Ausschalten von Fehlerquellen.“

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Eine sehr erfahrene Krankenschwester berichtete beispielsweise an das System, dass ihr trotz Gewissenhaftigkeit beinahe eine Medikamentenverwechslung unterlaufen wäre. Als Ursache stellte sich die auf den ersten Blick völlig identische Verpackung des gleichen Herstellers für zwei unterschiedliche Medikamente heraus. Lediglich der Name der Medikamente ist dabei unterschiedlich, was die Krankenschwester zuvor noch nie festgestellt hatte. Sie und ihre Kollegen überprüfen seither in jedem Einzelfall sehr genau, dass der Patient oder die Patientin das jeweils richtige Medikament verabreicht bekommt.


In den Neckar-Odenwald-Kliniken werden täglich viele Patienten medizinisch und pflegerisch versorgt. Dabei ist die sorgfältige und sichere Arbeit eine Maxime. Zu den besonderen Sicherheitsmaßnahmen, die zum Einsatz kommen, um Fehler auszuschalten, gehören umfangreiche Checklisten. Vor allen Operationen wird damit überprüft, ob die erforderlichen Maßnahmen und Vorkehrungen komplett vollzogen wurden, was dann auch in jeder einzelnen Patientenakte dokumentiert ist.

Um die Sicherheit für die Patienten dauerhaft gut zu gewährleisten, Schwachstellen rasch zu erkennen und auch von den Erfahrungen anderer Kliniken zu profitieren, sind die Neckar-Odenwald-Kliniken im Jahr 2011 dem ‚Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.’ beigetreten.

Infos beim Team des Qualitäts- und Risikomanagements der Neckar-Odenwald-Kliniken, Tel. 06261 83446 (Elisabeth Neumann) oder 06261 838244 (Anja Brauch) oder per Mail qualitaetsmanagement@neckar-odenwald-kliniken.de.

Infos im Internet:
www.aktionsbuendnis-patientensicherheit.de

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