Sanierung bleibt im Kostenrahmen

von Liane Merkle

Zimmern. Überaus glücklich zeigte sich Bürgermeister Thomas Ludwig in seinem Dank an die interessierten und engagierten Zimmerner Bürger, Dorfentwicklungsplaner Bruno Kuk und Barbara Schmitt vom gemeindlichen Bauamt, denen es mit unglaublichem Ideenreichtum und bestem Teamgeist innerhalb von zweieinhalb Monaten gelungen war, einen hervorragenden Plan nicht nur für die Neugestaltung des Kreuzungsbereiches Neuer Weg – Brückenstraße – Dekan-Blatz-Straße und die Überbauung des historischen Gewölbekellers auf dem Anwesen Dekan-Blatz-Str. 1 auf die Beine zu stellen, sondern mit schon jetzt 30 gesicherten freiwilligen Helfern gleichzeitig auch den Kostenrahmen  von 463.500 Euro für die Ortskernsanierung einzuhalten. Das würde dem Gemeinderat die Zustimmung zu den angedachten Maßnahmen ganz sicher erleichtern, zumal eine solche Tatsache bei vielen Maßnahmen Land auf und Land ab nicht gerade üblich ist.

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Dem vorausgegangen war eine rege und sehr konstruktive Diskussion zwischen Ortschaftsrat, Arbeitskreis „Gewölbekeller“ und den genannten Fachplanern. Bruno Kuk und Barbara Schmitt machen noch einmal deutlich, dass die derzeit geplanten Bodenneuordnungsmaßnahmen nicht der Schaffung neuer Bauplätze dienen, sondern ausschließlich der attraktiveren Wohnumfeldgestaltung für bestehende Anlieger. So könnten für diese nicht nur wohnungsnahe Stellplätze angeboten werden, es konnten auch fünf oder sechs Überfahrtsrechte im Zimmerner Ortskern aufgehoben werden, was vieles vereinfache.

Dass der Gewölbekeller Dekan-Blatz-Str. 1 erhalten bleiben soll, war von Anfang an der Wunsch der Zimmerner. Und dass ein neuer Überbau perfekt für kleinere Festlichkeiten und Sitzungen bzw. zusammen mit dem kleinen Vorplatz auch Dorfmittelpunkt für beispielsweise Maibaumfest sein könnte – auch darüber war man sich einig.

Eine genauere Planung stellte Bruno Kuk in der öffentlichen Ortschaftsratssitzung unter Leitung von Ortsvorsteher Josef Ackermann vor. Demnach wird der Abriss des bestehenden Gebäudes samt Scheune im Kellerbereich praktisch „Handarbeit“, um das Risiko eines Einsturzes zu minimieren. Das neue Gebäude wird innen sichtbar Fachwerkkonstruktion haben und von außen mit Holz verschalt werden. Die Dacheindeckung erfolgt mit Doppelmuldenfalzziegeln in Naturrot. Teeküche und Eckbank sowie variabel zu nutzende Fläche von 45–50 qm werden verfügbar sein. Einrichtungstechnische Aspekte seien berücksichtigt. Außerdem soll ein Behinderten-WC angebaut werden, das durch ein überstehendes Dach trockenen Fußes und gleichzeitig bei Festlichkeiten auf dem neuen Dorfplatz zu erreichen sein wird. Die Heizung soll aus einer hochmodernen und CO2-freien Umluft-Wärme-Pumpe bestehen. Der angrenzende Vorplatz wird durch die Einengung der Straßeneinmündung, durch sich abhebende Pflasterung und verschieden hohe Mauern ansprechend gestaltet, so Bruno Kuk weiter in seinen Ausführungen.


Dabei  rechnet er mit einer Brutto-Wertsteigerung von 120.000 Euro. Der Eigenmittelbedarf errechnet sich aus dem Nettobetrag abzgl. die kalkulierten 30 Prozent Eigenleistungen und 50 Prozent Fördermittel. Diese Planung werde man nun dem Gemeinderatsgremium zur Entscheidung vorlegen. Bei Zustimmung könnten die Arbeiten dann sofort ausgeschrieben und bis spätestens Ende Mai vergeben werden. Damit stünden die Chancen, den ersten Bauabschnitt noch in diesem Jahr, und die gesamte Maßnahme bis Mitte 2013 fertig zustellen, sehr gut.

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