Region braucht „Odenwald-Express“

AchimBroetel

Landrat Dr. Achim Brötel bleibt hartnäckig: „Schnelle Verbindungen in die Zentren“. (Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis. Landrat Dr. Achim Brötel bleibt hartnäckig. Auch nach der wenig erfreulichen Botschaft aus Stuttgart, nach der für den gesamten östlichen Teil der Metropolregion Rhein-Neckar in naher Zukunft Sprinter-S-Bahnen nicht vorgesehen seien, beharrt er auf einem Ziel, das klar definiert ist: „Zum Erhalt und zur weiteren Steigerung der Attraktivität des Schienenpersonennahverkehres über die S-Bahn Rhein-Neckar hinaus brauchen wir einfach auch schnelle Verbindungen in die Zentren der Metropolregion Rhein-Neckar.“


Fakt ist, dass die S-Bahnen aufgrund der vielen Haltestellen deutlich langsamer ihr Ziel erreichen als beispielsweise Züge in den siebziger Jahren. Eine spürbare Verkürzung der Fahrtzeiten würde die Bahnen gerade auch für Berufspendler allerdings erheblich attraktiver machen. Hier hakt der Landrat ein. In einem Schreiben an die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) mbH in Stuttgart, nach deren Auskunft Sprinter-S-Bahnen auch künftig nicht eingesetzt werden sollen, betont Dr. Brötel: „Wie ich Ihnen bereits in meinem Schreiben vom 9. Dezember 2011 darzulegen versucht habe, ist eine schnelle Verbindung für die Attraktivität des Ländlichen Raumes gegenüber den Ballungszentren Heidelberg und Mannheim schlichtweg unverzichtbar. Die verkehrliche Notwendigkeit des „Odenwald-Express“ ab Osterburken hat nicht zuletzt auch der Verkehrsverbund Rhein-Neckar durch dessen Aufnahme in den Rhein-Neckar-Takt 2020 anerkannt. In gleicher Weise hat sich auch die Metropolregion Rhein-Neckar für eine solche schnelle Verbindung eingesetzt.“


Wenn die Sprinter-S-Bahnen bei der wohl unmittelbar bevorstehenden Veröffentlichung der Ausschreibung für die S-Bahn Rhein-Neckar allem Anschein nach erneut keine Berücksichtigung finden sollten – wie angekündigt – hätte diese Entwicklung erheblich nachteilige Auswirkungen für den Neckar-Odenwald-Kreis.  „Insofern bitte ich auf diesem Wege noch einmal eindringlich um die Berücksichtigung der Sprinter-S-Bahnen in einem der weiteren Ausschreibungsnetze für 2016“, so der Landrat. Dabei sei es im Übrigen absolut nachrangig, welche betrieblichen Varianten dabei zum Einsatz kämen: „Allein entscheidend ist, dass es überhaupt zu der dringend erforderlichen Angebotsverbesserung kommt, dass mein erneuter Appell also nicht ungehört verhallt.“

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