Spatenstich mit Ministerin Altpeter

Buchen. Planungen sind eine schöne Sache. Wenn aber nach immerhin sechs Jahren Findungs- und Planungsphase die Spaten in die Hand genommen werden und damit der Startschuss für den Baubeginn gegeben wird – dann werden Projekte auf dem Papier endlich zur Realität. Dementsprechend froh gestimmt waren alle „Spatenstecherinnen und –stecher“, die kürzlich vor den Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen symbolisch mit dem Erdaushub begannen. Der Spatenstich für die Sanierung und die Erweiterung des Krankenhauses ging im Übrigen mit ministerieller Unterstützung über die Bühne; die Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg, Katrin Altpeter, war persönlich vor Ort. Das Land unterstützt die Baumaßnahme (Kosten 12,8 Millionen Euro) nämlich mit 10 Millionen Euro.


„Ohne die großzügige Förderung des Landes heute und auch schon in der Vergangenheit gäbe es die Neckar-Odenwald-Kliniken in dieser Form sicher nicht mehr“, erklärte Landrat Dr. Brötel in seiner Rede. Gleichwohl bekennt sich auch der Neckar-Odenwald-Kreis seit Jahren als Träger der Kliniken ohne wenn und aber zu den Häusern. Dafür hat der Kreistag immer wieder viel Geld bewilligt – in einem Kreis, der seit Jahrhunderten „in gesicherter Armut“ lebt, wie der Landrat scherzhaft anmerkte. Allein in den letzten Jahren wurden insgesamt rund 65 Millionen Euro in die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Gesundheitseinrichtungen investiert. Aktuell werden die Krankenhausstandorte Mosbach und Buchen mit weiteren 25 Millionen Euro auf Vordermann gebracht. Während man in Mosbach schon dem Ende der Baumaßnahmen bzw. dem Bezug des im Entstehen begriffenen Ärztehauses entgegen sieht, wird in Buchen jetzt begonnen. Bis spätestens Frühjahr 2014 sollen dort ein moderner Bettentrakt entstanden und die Zentrale Patientenaufnahme in neuer und großzügiger Form entstanden sein, wodurch sich die Gesamtfläche im Vergleich zum Bestand um rund ein Drittel vergrößert. Bei entsprechendem Interesse wird ein kleines Ärztehaus auf die jetzt entstehende Zentrale Patientenannahme rechts vom jetzigen Eingangspavillon aufgesetzt; die Entscheidung darüber fällt allerdings erst im Herbst.

„Für die bestmögliche medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung der Menschen hier im Kreis lohnt jeder Einsatz; denn diese Menschen haben genauso ein Recht darauf, dass ihnen im Fall des Falles schnell und wirkungsvoll geholfen wird wie die Menschen in den Großen Städten und Zentren des Landes“, betonte Dr. Brötel nach seinen Dankesworten an alle, die sich in welcher Form auch immer für die Kliniken und jetzt für die Realisierung der Baumaßnahmen einsetzen. Ministerin Altpeter griff diese Worte des Landrats gerne auf und bekannte sich auch künftig zur dualen Krankenhausfinanzierung und damit zur finanziellen Beteiligung des Landes an entsprechenden Bauprojekten: „Das ist bei knappen Kassen keine Selbstverständlichkeit.“ Geschäftsführer Andreas Duda nahm sie hier beim Wort und kündigte an, auch weiterhin im Ministerium „anzuklopfen“, um Förderungen für weitere Maßnahmen zu erhalten.


Martin Rieger vom ausführenden Architekturbüro Sander, Hofrichter, Ludwigshafen, blickte zurück auf die lange Planungsphase und Peter Hauk, MdL, betonte, dass die Baumaßnahmen überfällig wären: „Heute ist ein Freudentag für das Buchener Krankenhaus, weil es sich weiter entwickeln kann auf die Höhe der Zeit und damit wettbewerbsfähig bleibt.“ Georg Nelius, MdL, sah insbesondere den Förderbescheid als Zeichen dafür, dass die grün-rote Landesregierung „den ländlichen Raum sehr wohl im Fokus hat“ und lobte den Landkreis für seinen unbedingten Einsatz für die Gewährleistung der ärztlichen Versorgung. Buchens Bürgermeister Roland Burger schließlich blickte zurück in die Geschichte des Buchener Krankenhauses und seiner Vorgänger und freute sich seinerseits über die Stärkung der „wichtigen Standort- und Infrastruktureinrichtung“. In absolut gelungener und origineller Weise umrahmten Christina Kratzer mit Gesang und Auszubildende des Bildungsinstituts für Gesundheits- und Krankenpflege Mosbach mit einem Tanz die Feierstunde. Ebenfalls „hitverdächtig“ die Leistungen der Krankenhausküche unter Heribert Vogler und Philipp Wendel, die für das anschließende Bufett gesorgt hatten.

spatenstich
Mit ministerieller Frauenpower in Gestalt der Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg, Katrin Altpeter (Mitte) ging nach immerhin sechsjähriger Planungsphase der Spatenstich für die Sanierung und Erweiterung der Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen über die Bühne. (Foto: LRA)

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