Babyzentrale – Rennstrecke 30er-Zonen

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Ab heute veröffentlichen wir in Zusammenarbeit mit der Ramona Galeta aus Elztal die Kolumne „Babyzentrale“. Die Exilösterreicherin, die als dreifache Mutter, Elternbloggerin und Hobbyfotografin die Internetseite „Babyzentrale“ betreibt, wird ab sofort in loser Folge Themen aufgreifen, die sich mit der Familie, dem (Familie-)Leben abseits der Großstadt, Vor- und Nachteilen des Landlebens, aber auch mit aktuellem Geschehen rund um Neckarburken/Elztal beschäftigen.


Heute startet Ramona Galeta mit dem Text: Wenn 30er Zonen zur Rennstrecke werden …

… bange ich tagtäglich aufs Neue um das Leben meines Kindes.

 

Heute startet Ramona Galeta mit dem Text:

Wenn 30er Zonen zur Rennstrecke werden …
… bange ich tagtäglich aufs Neue um das Leben meines Kindes.

Ich wohne jetzt seit ca. zwei Jahren hier in Neckarburken. Abseits der stark befahrenen Hauptstraße, die den Ort in zwei Teile trennt, herrscht Zone 30. Zumindest steht es so auf den Schildern, die hier überall stehen.
An die Geschwindigkeitsbegrenzung hält sich kaum jemand.

Ich habe mich ja schon damit abgefunden, dass die meisten Autofahrer mit Tempo 50 an unserem Haus vorbei brausen. Wenn es dann aber ganz bestimmte Personen schaffen, die Wörschelstraße mit gefühlten 90 Sachen hinauf zu rasen, dann gehe ich regelmäßig die Barrikaden hoch.

Hier spielen Kinder auf dem Gehweg, in den Einfahrten. Sie fahren mit Fahrrädern, Dreirädern und Rollern und man muss ständig mit der Angst leben, dass so ein Wahnsinniger daher kommt und das eigene Kind über den Haufen fährt, weil er vielleicht nicht mehr rechtzeitig anhalten kann.

Ich frage mich ernsthaft, was einen Menschen dazu bewegt im Ortsgebiet, auf Nebenstraßen so schnell fahren zu müssen?

Was hat man denn davon, wenn man 1,5 Minuten eher zu Hause ist? Ruhm? Reichtum? Macht? Das Gefühl etwas Besonderes vollbracht zu haben? Nein meine Damen und Herren (ja, es sind sowohl Männer, als auch Frauen, die hier regelmäßig Leben gefährden), nichts davon ist Ihnen sicher, wenn es dann mal wirklich so weit kommt und etwas passiert.

Und ich frage mich auch: Muss erst wirklich etwas passieren, damit etwas passiert? Was gedenkt die Gemeinde dagegen zu unternehmen?

Im Neubaugebiet hat man einen verkehrsberuhigten Bereich angelegt. Verkehrsinseln sollen das Rasen unterbinden. Der Erfolg hält sich in Grenzen. Zwar wird hier generell etwas langsamer gefahren, als hier in der Wörschelstraße und um die Strecke des Kinderspielplatzes in Neckarburken, aber trotzdem hält sich kaum jemand an die vorgeschriebenen 30 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Kleiner Tipp ans Ordnungsamt: Stellen Sie einen Blitzer in der Wörschelstraße auf und füllen die die Gemeindekassen

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass die Anrainer, die hier regelmäßig bei uns vorbeirasen, einfach mal auf ihren gesunden Menschenverstand hören, die Augen öffnen und den Fuß vom Gaspedal nehmen, bevor das passiert, was wohl passieren muss, damit etwas passiert.

Infos im Internet:
www.babyzentrale.net


© www.NOKZEIT.de


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